Warum das Baden im Rhein so gefährlich ist

Das Baden im Rhein ist verboten - dennoch gehen manche Menschen dort immer wieder zum Schwimmen. Das kann allerdings lebensgefährlich sein. Wir haben mit der DRLG Rheinhessen über die Risiken des Badens im Rhein gesprochen.

Warum das Baden im Rhein so gefährlich ist

Immer wieder kommt es im Sommer zu tödlichen Badeunfällen im Rhein - so auch am vergangenen Wochenende (wir berichteten). Diesmal ertranken ein kleiner Junge und dessen Mutter, die noch versuchte, ihren Sohn zu retten. Das war bereits der zweite tödliche Unfall innerhalb von kurzer Zeit. Die DLRG Rheinhessen (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) warnt deshalb erneut vor der Gefahr des Badens im Rhein.

„Der Rhein ist kein Badegewässer“, erklärt Malte Senska, Leiter Öffentlichkeitsarbeit des DRLG Rheinhessen. Wie gefährlich die Strömung ist, werde immer wieder bei den Badeunfällen deutlich: „Die Kerngefahren im Rhein sind die starken Strömungen, die bis zu zwölf Kilometer pro Stunde betragen. Das können schnell mal drei Meter sein. Die Gefahr hier ist auch, dass die Strömung häufig nicht sichtbar ist.“

Badeunfälle gibt es laut Senska vor allem dann, wenn Leute sich die Beine im Rhein abkühlen und den vermeintlich sicheren Uferbereich verlassen. „Dort geraten sie in die Strömung und schaffen es von dort aus nicht wieder, an das Ufer zu gelangen“, erklärt der Sprecher. Eine weitere Gefahr stellen zudem vorbeifahrende Schiffe dar. „Vorbeifahrende Schiffe erzeugen einen kräftigen Sog: Erst wird das Wasser weggezogen, dann kommt es mit einer starken Kraft und einer Unterströmung zurück und kann gerade Kinder mitziehen.“

Die DLRG Rheinhessen appelliert daher an die gesamte Bevölkerung, nicht im Rhein schwimmen zu gehen und auch Kinder beim Spielen am Rheinufer zu beaufsichtigen. „Uns ist bewusst, dass gerade bei den warmen Temperaturen eine Abkühlung im Wasser eine willkommene Erleichterung verspricht. Auch ist uns klar, dass viele Schwimmbäder gar nicht offen haben, oder nur eine deutlich verringerte Besucherzahl hineinlassen“, so Senska. Schwimmen und Baden gehen solle man daher nur in Schwimmbädern oder in überwachten Badeseen.

Sollte dann doch ein Notfall eintreten, ist ein Notruf über die 112 die richtige Maßnahme. Hinweise sind auch auf der Webseite zu finden. (mm)

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