Warum die „WinterZeit“-Märkte nicht „Weihnachtsmärkte“ heißen

Am Donnerstag haben sowohl der Mainzer Weihnachtsmarkt als auch die „WinterZeit“-Märkte begonnen. Doch warum heißen nicht alle Märkte „Weihnachtsmarkt“?

Warum die „WinterZeit“-Märkte nicht „Weihnachtsmärkte“ heißen

Pünktlich zum Start der „WinterZeit“-Märkte vor dem ersten Advent beginnt jedes Jahr die gleiche Diskussion: Warum heißen die Märkte an Schillerplatz, Bahnhofplatz, Neubrunnenplatz und Hopfengarten nicht „Weihnachtsmärkte“?

Nicht wenige User vermuten hinter der Namensgebung Political Correctness. Der Name „Weihnachten“ solle nicht mehr im Titel vorkommen, so der Vorwurf. Auch auf der Merkurist-Facebookseite wird heftig diskutiert. „Bei mir ist das immer noch ein Weihnachtsmarkt“, schreibt eine Userin. „Weihnachtsmarkt heißt das, verdammt nochmal“, regt sich ein anderer Leser auf. Und eine weitere Leserin scheint überrascht: „WinterzeitMärkte? Was soll das denn jetzt...?“.

Warum der Name?

Neu ist der Name allerdings nicht. Die „WinterZeit“-Märkte finden bereits seit 2014 statt, damals am Schillerplatz, Neubrunnenplatz und Bahnhofplatz. Der Markt am Hopfengarten kam 2018 hinzu, nachdem der frühere Parkplatz umgebaut worden war. Doch warum der Name?

Eine Sprecherin von Veranstalter „Mainzplus Citymarketing“ erklärt knapp: „Da sie zum Teil über Weihnachten hinaus geöffnet haben.“ Auch in diesem Jahr laufen die Märkte am Schillerplatz und Neubrunnenplatz noch bis 30. Dezember, an den Weihnachtstagen schließen sie kurzzeitig.

Einen weiteren Grund nannte 2018 der damalige Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte (FDP). „Der Weihnachtsmarkt am Dom wird von der Stadt veranstaltet, die Winterzeitmärkte von Mainzplus Citymarketing. Es gibt andere Bewerbungsverfahren für die Standplätze, deswegen die namentliche Trennung.“

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