Parkplatz-Wut: Wenn Anhänger wochenlang Stellplätze blockieren

Das Recht auf einen Parkplatz im öffentlichen Raum gibt es nicht. Die Suche nach einem Stellplatz gestaltet sich deshalb oft schwierig. Wenn dann noch Anhänger, die kaum bewegt werden, die Plätze blockieren, platzt so manchem Autofahrer der Kragen.

Parkplatz-Wut: Wenn Anhänger wochenlang Stellplätze blockieren

Wohin mit meinem Auto? Diese Frage stellen sich täglich Hunderte Autofahrer, wenn sie in Mainz auf Parkplatzsuche sind. Denn kostenlose beziehungsweise Anwohner-Parkplätze sind in vielen Stadtteilen mittlerweile Mangelware. Besonders ärgerlich finden es einige Autofahrer dann noch, wenn (Wohn-)Anhänger die Parkplätze für ihre Fahrzeuge blockieren.

Dabei scheint es auch so, dass manche Anhänger bereits über einen längeren Zeitraum nicht mehr bewegt wurden. Dies hat zumindest Leser Peter beobachtet. Wie er angibt, würden Anhänger mitunter die Parkplätze acht bis zehn Wochen blockieren. Teilweise habe er sogar Anhänger gesehen die acht bis zehn Monate zwischen zwei Parkplätzen hin und her geschoben worden seien. „Ist das der Sinn von freiem Parkraum in Mainz?“, fragt Peter.

Langzeitparker werden überwacht

Doch wie akut ist das Problem in Mainz? Der Mombacher Ortsvorsteher Christian Kanka (SPD) beispielsweise erklärt dazu auf Anfrage, dass in seinem Stadtteil immer wieder einmal von den Anwohnern über das Thema geklagt werde. „Es gibt wohl in der Tat einige Fahrzeuge, die nicht bewegt werden.“ Dafür zuständig, dies zu prüfen, sei die Stadt, so Kanka. Doch gibt es überhaupt eine Mindestparkdauer, die im öffentlichen Raum gilt? „Ja“, sagt Stadtsprecher Marc André Glöckner. Dies sei in der Straßenverkehrsordnung (StVO)eindeutig geregelt. Die Höchstparkdauer betrage zwei Wochen.

Ob diese auch eingehalten wird, das werde vom Verkehrsüberwachungsamt regelmäßig im Rahmen der allgemeinen Kontrollen überprüft, so Glöckner. Außerdem auch bei besonderen Anlässen, wie zum Beispiel Beschwerden. „Hierbei werden Fotos gefertigt und die Ventilstellung der Reifen notiert, um später beurteilen zu können, ob der Anhänger bewegt wurde.“ Doch reicht es dann schon aus, die Anhänger nur wenige Zentimeter oder Meter zu bewegen, um den Platz danach weiterhin regulär nutzen zu können? Nein. „Nur kurzes und geringfügiges Verschieben sei nicht zulässig, so Glöckner. Doch: „Es muss bei den Kontrollen durch die Behörde nachgewiesen werden können, dass der Anhänger nicht bewegt wurde.“ Dieser Nachweis sei in der Praxis jedoch schwierig zu führen.“

Logo