Parkplatz-Ärger: Wenn Fremdparker Anwohner-Stellplätze belegen

Wenn Autofahrer für einen Bewohner-Parkausweis zahlen und dann Nicht-Anwohner auf den Stellplätzen parken, reagieren viele Anwohner mit Unverständnis. Wie die Stadt Mainz gegen das Problem vorgeht.

Parkplatz-Ärger: Wenn Fremdparker Anwohner-Stellplätze belegen

In vielen Mainzer Stadtteilen sind Parkplätze rar. Vor allem in der Altstadt, Neustadt und auch in der Oberstadt sowie Mombach gerät die Suche nach einem Stellplatz oft zur Geduldsprobe. Mit dem Ziel, die Situation etwas zu entlasten, gibt die Stadt Anwohnerparkplätze aus, die gegen eine Verwaltungsgebühr beantragt werden können. Eine Garantie, einen Parkplatz zu erhalten, ist das jedoch nicht. Wenn dann auch noch Autofahrer, die keinen Anwohner-Parkausweis besitzen, auf diesen Flächen parken, dann wird die Wut bei vielen Pkw-Fahrern nochmals größer.

So geht es auch einem Leser. Er sagt, dass Bewohnerparkplätze dauerhaft von Nichtanwohnern belegt würden, die Stadt aber wenig dagegen tue. Besonders in der Alt- sowie Neustadt stünden täglich viele Nichtanwohner auf den Anwohnerparkplätzen. „Verkehrsschilder, die deutlich aufzeigen, dass die Plätze von 0 bis 24 Uhr nur von Anwohnern belegt werden können, zeigen leider wenig Wirkung.“ Ähnlich sieht es Leserin Rosalie:

Tägliche Kontrollen

Der Stadtverwaltung ist die Problematik mit den Fremdparkern bekannt. Dass dieses Problem beispielsweise in den letzten zwei Jahren überhandgenommen hat, könne sie aber nicht feststellen. „Die Verwarnungszahlen belegen, dass sich keine gravierende Veränderung ergeben hat“, sagt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. Im Jahr 2020 seien 9616 Verwarnungen ausgesprochen worden und 2021 bisher (Stand 26. Oktober) 7978. Man erwarte für dieses Jahr letztlich auch ein Ergebnis wie für 2020.

Die Bewohnerparkplätze würden dabei „im Rahmen der täglichen Routine“ vom Verkehrsüberwachungsamt kontrolliert, erklärt Peterhanwahr. „Diese Kontrollen werden in den Vororten als auch in der Alt- beziehungsweise Neustadt durchgeführt.“ Doch inwieweit geht man den Beschwerden beziehungsweise den Hinweisen der Anwohner nach?

Dazu sagt der Stadtsprecher: „Sofern die Anzeigen an das Verkehrsüberwachungsamt gerichtet werden, so werden diese entgegengenommen, überprüft und, sofern rechtlich und inhaltlich korrekt, durch Einleitung von Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgenommen.“ Eine Rückmeldung erfolge dann, wenn die Erstatter der Anzeige ein berechtigtes Interesse vortragen.

Was Fremdparkern droht

Werden schließlich Fremdparker überführt, müssen diese mit einem Verwarngeld rechnen. Wie Peterhanwahr sagt, richteten sich die Verwarngelder nach dem Tatbestandskatalog. „Bei häufigem Verstoß gilt generell, dass dies zu einer Erhöhung der vorgegebenen Beträge führen kann.“ Dies sei jedoch stets am Einzelfall zu prüfen.

Leser Sam hat abschließend noch einen Rat, der bei den meisten Anwohnern, die für einen Parkausweis zahlen, auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte:

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