Nach Woody-Absage: Boykottieren noch mehr Künstler die Mainzer Fastnacht?

Die Aussage von Komikerin Woody Feldmann, sie wolle bei keinen 2G-Fastnachtsveranstaltungen auftreten, sorgt für viele Diskussionen. Ist nun zu befürchten, dass weitere Künstler absagen werden? Wir haben nachgefragt.

Nach Woody-Absage: Boykottieren noch mehr Künstler die Mainzer Fastnacht?

„Mein Team und ich werden an keiner Veranstaltung mit 2G teilnehmen“, stellte kürzlich die Entertainerin und Comedienne Woody Feldmann klar. Sie wolle „diese Art von Ausgrenzung und Diskriminierung“ nicht unterstützen (wir berichteten). Auch Sänger Andy Ost will nicht an 2G-Veranstaltungen teilnehmen. Doch wie sieht es bei anderen Künstlern aus, bleiben sie der Mainzer Fastnacht auch fern?

„Weitgehendsten Schutz“ durch 2G-Regelung

Andy Ost habe über seinen Manager abgesagt, erklärt Friedrich Hofmann, Vizepräsident des Mainzer Carneval Clubs 1899 (MCC). „Woody Feldmanns generelle Nichtteilnahme erfuhren wir durch ihren Facebook-Post.“ Sie hätte jedoch nur einen Auftritt beim MCC gehabt. Die 2G-Regelung, die bei den Veranstaltungen des MCC gelten, biete den „weitgehendsten Schutz“, so Hofmann, sowohl für die Besucher, das ehrenamtliche Personal hinter der Bühne als auch für die Mitwirkenden. Auch die Gäste und die auftretenden Künstler stünden hinter diesen Maßnahmen. „Bislang können wir nur positive Rückmeldungen verzeichnen.“

Andere Vereine müssen an Fastnacht nicht auf Künstler verzichten: „Bisher hat keiner unserer Künstler und Redner wegen der aktuellen Corona-Regelungen abgesagt“, teilt etwa Christian Kanka von den Bohnebeitel aus Mombach mit. „Im Gegenteil – viele freuen sich sehr wieder auf der Bühne zu stehen und dabei mit dem maximalsten Schutz eine Stimmung zu erleben, wie wir es vor Corona kannten.“ Auch hier gilt die 2G-Regel, also nur geimpfte und genesene Personen können an den Veranstaltungen teilnehmen. Die Nachweise werden kontrolliert, bevor man die Halle betritt. Kontaktnachverfolgung, Nachweiskontrollen und Hygienekonzepte bedeuten zwar einiges an Mehraufwand für den Verein, seien aber aus Gründen des Gesundheitsschutzes wichtig. „Zum anderen bietet das die sicherste Planungsmöglichkeit für unseren Verein“, so Kanka.

Das sei man dem Publikum nach einem Jahr Pause und der „wundervollen“ Unterstützung schuldig. „Jetzt haben wir die Möglichkeit zu zeigen, dass es uns wichtig ist und wir alles dafür tun, dass die Sitzungen unter größtmöglichem Schutz stattfinden.“

Von anderen Karnevalsvereinen liegen uns bisher noch keine Antworten vor.

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