Ist die Gegend rund um die Bonifazius-Türme eine Problem-Zone in Mainz?

In direkter Nähe zum Mainzer Hauptbahnhof stehen die Bonifazius-Türme. Die Gegend rund um die Hochhäuser wirkt dabei nicht auf jeden Mainzer einladend. Doch mit „Schmuddel-Ecken“ und „Angsträumen“ soll jetzt Schluss sein.

Ist die Gegend rund um die Bonifazius-Türme eine Problem-Zone in Mainz?

Sie bildet den „Eingang zur Mainzer Neustadt“, wie Ortsvorsteher Christoph Hand (Grüne) die Gegend rund um die Bonifazius-Türme nennt. Auf einige scheint dieses Entree jedoch wie eine „Schmuddel-Ecke“ zu wirken. Dazu gehört auch Leser Alfred, der sich um das Viertel im Schatten der Türme sorgt. Dabei spielt er speziell auf einfach an die Straße gestellten Sperrmüll an, der anscheinend seit Tagen nicht abgeholt wurde.

Er fragt provokant, ob man den Bereich um die Türme wohl schon aufgegeben hat. Doch andere widersprechen und weisen auf eine geplante Runderneuerung des Viertels hin:

„Angsträume reduzieren“

Dies bestätigt auch Ortsvorsteher Hand. So soll der Bereich um die Türme, den Bonifaziusplatz und die Bonifaziusstraße in Richtung Bahnhof umgestaltet und verschönert werden. Aktuell würden bereits Hausanschlüsse erneuert, später im Jahr, wahrscheinlich ab Herbst, sollen dann die grundlegenden Arbeiten beginnen. Man wolle den gesamten Bereich freundlicher anlegen, beengte Bereiche offen gestalten und die Gegend begrünen. „Es sollen beispielsweise ‘Angsträume’, die aufgrund von dunklen Ecken entstehen, reduziert werden“, sagt Hand. Das „Unwohlsein“, das möglicherweise einige empfänden, wenn sie in der Gegend unterwegs sind, soll somit verhindert werden.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Schulwegsicherheit und die Qualität von Fuß- und Radwegen, die man mit der Runderneuerung des Viertels verbessern wolle. Carsharing-Angebote zählten ebenfalls zur Neuausrichtung. Vorbild sei hier die Boppstraße, sagt Hand. „Hier haben wir viele positive Rückmeldungen erhalten.“ Im Fall des Bonifazius-Areals soll es nun ähnlich laufen.

„Schmuddel-Ecken“, wie sie manche aktuell wohl empfänden, erklärt der Ortsvorsteher, werde es dann nicht mehr geben. Auch zum Thema illegal abgestellter Sperrmüll nimmt der Grünen-Politiker noch deutlich Stellung: „Bei rund 29.300 Einwohnern in der Neustadt gibt es leider immer ein paar wenige Menschen, die sich nicht an die Gepflogenheiten halten.“ Denn es wäre eigentlich relativ einfach, Sperrmüll bei den Entsorgungsbetrieben anzumelden, so Hand abschließend.

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