Aufregung um dauerhaft gesperrte Parkplätze in der Mainzer Neustadt

Wohin mit meinem Auto? Diese Frage stellen sich täglich Hunderte Autofahrer, wenn sie in der Mainzer Neustadt auf Parkplatzsuche sind. Für besonderen Unmut sorgen dann noch langfristig gesperrte Stellplätze.

Aufregung um dauerhaft gesperrte Parkplätze in der Mainzer Neustadt

Wer in der Mainzer Neustadt einen Parkplatz ergattert, darf sich glücklich schätzen. Denn in dem Stadtteil sind frei zugängliche Stellplätze oft Mangelware. Die Suche nach einer Parklücke gestaltet sich deshalb oft schwierig. Auch das Anwohnerparken schafft hier nicht immer Abhilfe. Werden dann auch noch Parkplätze über einen längeren Zeitraum gesperrt, sorgt das für zusätzlichen Ärger bei den Autofahrern. So geht es jetzt auch Leser Rick. Er kritisiert, dass ein Parkbereich am Mainzer Zollhafen schon seit eineinhalb Jahren mit einem Halteverbot belegt ist.

Dort sind auf der Rückseite des Rewe-Supermarkts Parkplätze seit Ende Mai 2020 noch bis mindestens November 2022 gesperrt. Während einige den Einwand von Leser Rick verstehen können, gibt es aber auch viele, die anderer Ansicht sind. Leser Fabian meint: „Im Neubaugebiet Zollhafen gibt es zwei öffentliche Parkhäuser in der Nähe und jedes Gebäude hat eine private Tiefgarage. Straßenparkplätze sind da absolut unnötige Platzverschwendung und sollte nur für Be- und Entladen bereitgestellt werden.“

Warum die Parkplätze gesperrt sind

Dass das Parkplatz-Thema in der Mainzer Neustadt ein Dauerbrenner ist, weiß auch Ortsvorsteher Christoph Hand (Grüne). Im Zusammenhang mit dem Zollhafen habe er jedoch noch keine Rückmeldungen beziehungsweise Beschwerden erhalten. An der besagten Stelle würde aktuell ein neuer Gebäudekomplex entwickelt. Generell sei der Zollhafen immer noch eine Gesamtbaumaßnahme. Es werde sich bemüht, Sperrungen möglichst kurz zu halten, doch manchmal dauerten verschiedene Baumaßnahmen einfach länger.

„Es ist ein ständiges Bauen“, erklärt Hand. Die Baubranche sei ein schwieriger Sektor. Da veränderten und verlängerten sich die Prozesse immer wieder einmal, weshalb es zu längeren Sperrungen kommen könne. Zudem dauere der Genehmigungsprozess zur Sperrung von öffentlichem Raum recht lange. Doch auch in Zukunft werde es weiterhin (temporäre) Sperrungen vor Ort im Zollhafen geben, der quasi immer noch als „Neubaugebiet“ angesehen werden könne.

Einen Mangel an Parkplätzen könne er aber auch hier nicht feststellen, so Hand. „Unter jedem neuen Gebäudekomplex gibt es eine Tiefgarage mit einem ausreichenden Bestand an Parkplätzen.“ Die besagten Stellplätze seien sowieso eher zum kurzzeitigen Parken gedacht.

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