Er ist die Stimme in Bussen und Bahnen

Erst vor Kurzem berichtete Merkurist von der geheimnisvollen Stimme aus den Lautsprechern der Mainzer Mobilität. Jetzt ist das Geheimnis gelüftet.

Er ist die Stimme in Bussen und Bahnen

Die Stimme aus den Lautsprechern der Mainzer Mobilität – jeder kennt sie, nur wenige wissen, wer sich dahinter verbirgt. Im Gespräch mit Merkurist erzählt Dirk Knauer, wie er zur Stimme in den Mainzer Bussen und Bahnen wurde.

Wie alles begann

Angefangen hat alles mit dem Praktikum bei einer Medienproduktionsfirma. „Dort habe ich die Redakteure so lange genervt, bis ich das Wetter vertonen durfte. Und natürlich klang das am Anfang überhaupt nicht gut“, erzählt Knauer. In dieser Branche blieb Knauer aber nicht. Als Quereinsteiger arbeitete er zunächst als Busfahrer bei der Tochterfirma „Citybus“. Seit 2006 ist er inzwischen bei der MVG tätig und wurde im Jahr 2010 gefragt, ob er Interesse daran habe, die technische Lautsprecheransage abzulösen.

Zuerst wurde nur ein Demo-Tape auf der Strecke der damaligen Linie 69 erstellt. Nachdem die Mainzer Bürger positiv auf die neue Stimme reagierten, wurden nach und nach alle weiteren Linien mit der Stimme von Dirk Knauer erneuert. Er bestärkt, er sei kein Profisprecher. Sein Wissen hat er sich anhand von Literatur angeeignet, Sprechtraining und hilfreiche Tipps erhielt er von einer Bekannten.

„Ich bin zufrieden mit meiner Stimme“

Bereits seit 2010 ist Dirk Knauer nun die Stimme aus den Lautsprechern. Hauptberuflich arbeitet er in der Abteilung „Mobilitätsangebot & Produkte“. Dort bereitet er Fahr-und Dienstplanmedien zur Betriebs-und Kundeninformation auf. Nur nebenbei vertont er die Haltestellenansagen oder Umleitungen, sieht dies aber als willkommene Abwechslung.

Auf die Frage, wie es ist, seine eigene Stimme über die Lautsprecher zu hören antwortet Knauer: „Es ist natürlich erstmal befremdlich, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und eigentlich bin ich ganz zufrieden mit meiner Stimme.“

Wer Dirk Knauer persönlich begegnen möchte, der kann in den Bussen der Mainzer Mobilität Ausschau halten. Wenn er nicht in seiner jetzigen Abteilung arbeitet, ist er auch als Busfahrer tätig und hat sich damit bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft einen kleinen Kindheitstraum erfüllt. (pk/df)

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