Hier kann man in Mainz und Umgebung mit Bitcoins bezahlen

Die digitale Währung Bitcoin reißt gerade einen Rekord nach dem anderen, täglich steigt der Kurs. Immer mehr Firmen springen auf den Zug auf und akzeptieren die Kryptowährung als Zahlungsmittel. Aber wo kann man in Mainz schon damit bezahlen?

Hier kann man in Mainz und Umgebung mit Bitcoins bezahlen

Sie ist derzeit in aller Munde: die virtuelle Währung Bitcoin. Seit Einführung der "digitalen Münze", so die sinngemäße Übersetzung, ist der Kurs in astronomische Höhen geschossen. Unternehmen wie Mozilla, Microsoft, Wikipedia, Greenpeace oder die lettische Fluggesellschaft Air Baltic akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel für Ihre Produkte und Dienstleistungen. In den großen deutschen Ballungszentren wie Berlin, im Ruhrgebiet, München, Stuttgart und Hamburg gibt es immer mehr Händler und Dienstleister, die auf die Kryptowährung setzen. Deshalb fragt Merkurist-Leser Stefan in seinem Snips „Wo kann man in Mainz mit Bitcoins bezahlen?“

Auch wenn User wie Kathinka oder Prinz Bibi die Frage mit einem ironischen „Überall dort, wo man auch mit anderen hochspekulativen Geldanlagen bezahlen kann...“ oder „Vielleicht überall, wo es Bit gibt.“ beantworten, gibt es tatsächlich auch in und um Mainz einige wenige Händler, bei denen der Kunde mit Bitcoins bezahlen kann.

„Überall dort, wo man auch mit anderen hochspekulativen Geldanlagen bezahlen kann...“ - Kathinka Schwarz

Zum Beispiel bei La Belle Epoque. Der Antiquitätenhandel in Weisenau zählt zu den Vorreitern in Sachen Zukunftswährung: Besitzer und CEO Antoine Richard hat als einer der ersten deutschen Händler überhaupt den Bitcoin akzeptiert. „Bei uns kann man seit fast drei Jahren mit Bitcoins zahlen“, sagt Antoine im Gespräch mit Merkurist. Die Initiative dazu ging von Antoine selbst aus, der sich privat für das Thema interessierte. Kryptowährungen sind - anders als Euro oder Dollar beispielsweise - nicht von Inflation betroffen, was die Zahlung sicher mache. Hinzu kommt: sie ist im Gegensatz zu EC- oder Kreditkartenzahlung gebührenfrei. „Uns geht es da vor allem um das gesellschaftliche Statement“, so Antoine weiter. Kein Mittelsmann - keine Gebühr. So profitiere kein unbeteiligter Dritter von den Geschäften. „Immer mehr Kunden haben das im Hinterkopf“, sagt er. „Der ökologisch und ökonomisch intelligente Mensch von heute will das nicht mehr.“

Und auch in der Rüsselsheimer Online-Druckerei Printelix akzeptiert man die digitale Währung. Geschäftsführer Bernd K. Gonsior bietet die Zahlungsmethode seit etwa eineinhalb Jahren an. „Vor allem, um neue Zielgruppen zu erschließen“, sagt er im Gespräch. „Digitale Währungen sind die Zukunft. Und der Zug rollt gerade erst los.“

“Der Zug rollte gerade erst los.“ - Bernd K. Gosior, Geschäftsführer Printelex

Ein Bekannter von ihm habe viel Geld mit der Kryptowährung gemacht und so sei auch Gonsior mit der Thematik in Berührung gekommen. Vor allem im asiatischen Markt laufe heute kaum noch etwas ohne digitale Währungen. Der Aufwand sei der Gleiche wie bei anderen Zahlungsmethoden, lediglich die Gebühren unterscheiden sich.

Bezahlung per Bitcoins

Aber wie funktioniert das mit der Bezahlung per Bitcoin denn eigentlich genau? „Am einfachsten ist das in unserem Online-Shop“, sagt Antoine. „Nach der Bestellung erhält der Kunde per Mail einen Link, an den er das Geld schickt.“ Das können Nummern oder auch ein QR-Code sein. Über die zuvor installierte „Wallet“-App - quasi eine digitale Brieftasche - wird der in Echtzeit umgerechnete Bitcoin-Betrag dann ganz bequem gesendet, vergleichbar etwa mit Paypal oder Payback - allerdings ohne, dass die Zahlenden sich dabei zum gläsernen Bürger machen.

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