Red-Bull-Gründer gestorben: In Mainz startete er seine Karriere

In den 1980ern in Mainz gelebt

Red-Bull-Gründer gestorben: In Mainz startete er seine Karriere

Mit 78 Jahren ist der Red-Bull-Gründer und Sport-Mäzen Dietrich Mateschitz an seiner Krebserkrankung gestorben. Mateschitz war Österreicher, doch vor vielen Jahren lebte und arbeitete er in Mainz. Und in dieser Zeit entwickelte er das Rezept für seinen berühmten Energydrink.

Red Bull hat ihn zum Milliardär gemacht. Fast 10 Milliarden Dosen werden inzwischen jedes Jahr auf der ganzen Welt verkauft, ein sensationeller Erfolg. Mit Abstand war er der reichste Mensch Österreichs. Die Idee zu seinem Produkt jedoch kam ihm während seiner Mainzer Zeit, als er sich auf Dienstreise befand. Bis 1982 war er bei der damals Mainzer Zahnpasta-Firma „Blendax“ angestellt, arbeitete dort im Marketing. Als er für seinen Arbeitgeber in Asien unterwegs war, entdeckte er dort den Markt der Aufputschgetränke. Hier lernte er auch Chaleo Yoovidhya kennen, der ein Getränk namens „Krating Daeng“ verkaufte – einen billigen Energydrink mit viel Koffein und Taurin.

Aus „Krating Daeng“ wurde „Red Bull“

Mateschitz kündigte bei Blendax und kaufte sich in die Lizenz von „Krating Daeng“ ein. Fünf Jahre lang tüftelte er, dann brachte er ein neues Getränk mit leicht veränderter Rezeptur auf den Markt. Er nannte es „Red Bull“. Im selben Jahr übrigens, als die Blendax-Werke in Mainz an die amerikanische Firma „Procter & Gamble“ verkauft wurden. 2002 wurde der Firmen-Standort von Mainz nach Groß-Gerau verlegt.

Mateschitz machte aus seinem Getränk eine Marke, etablierte sich im Extremsport sowie in der Formel 1. Weltmeister Sebastian Vettel aus Heppenheim etwa stand noch bis 2014 bei „Red Bull Racing“ unter Vertrag. Auch ein Medien-Imperium (Red Bull Media House) baute Mateschitz auf.

Nun ist der 78 Jahre alte Österreicher nach schwerer Krankheit gestorben, wie mehrere österreichische Medien nun nach Aussagen von Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko berichten. Sein Sohn Mark (29) soll ihm nun bei Red Bull nachfolgen.

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