Forderung: LED-Tafeln sollen nachts ausgeschaltet oder gedimmt werden

Sinnvoller Beitrag zum Energiesparen und gegen Lichtverschmutzung?

Forderung: LED-Tafeln sollen nachts ausgeschaltet oder gedimmt werden

Die Mainzer Stadtratsfraktion der Partei „Die Linke“ fordert, LED-Werbetafeln in Mainz nachts auszuschalten oder zumindest zu dimmen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Laut aktuellen Zahlen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung verbraucht ein LED-Werbedisplay so viel Strom wie elf Single-Haushalte zusammen. Wie die Linken mitteilen, stünden in Mainz mindestens elf der LED-Werbetafeln. „So löblich und sinnvoll Energiesparen ist – so signalisieren diese Tipps doch auch, dass die Verantwortung zur Vermeidung eines Energienotstandes bei Einzelpersonen liegt, während die großen Energiefresser der Industrie oft gänzlich außer Acht gelassen werden“, heißt es in der Mitteilung.

„Bis Mia Musterfrau das durch optimiertes Gerätestöpseln erstmal zusammengespart hat, vergehen wohl ein paar Jahre. Diese Werbeanlagen sind nicht nur wegen ihres hohen Stromverbrauchs komplett unnötig. Sie verschandeln das Stadtbild, lenken Verkehrsteilnehmende ab und schaden der Tier- und Pflanzenwelt“, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Linken, Carmen Mauerer.

Zudem kritisiert die Partei, dass die LED-Tafeln zur sogenannten Lichtverschmutzung beitragen würden. Trotz des bestehenden Vertrages mit dem Werbetafel-Betreiber „Ströer“ könne die Stadt zumindest veranlassen, die LEDs in den Nachtstunden zu dimmen. „Damit würde sie den Einzelpersonen ein kleines bisschen Energiespardruck von den Schultern nehmen, sowie den Schutz der Natur und insbesondere der für unsere Umwelt so wichtigen Insekten steigern“, so Ko-Fraktionsvorsitzende Mauerer abschließend.

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