Brasilianisches Café eröffnet im Mainzer Bleichenviertel

Brasilianisches Fingerfood, Zuckerrohrsaft und Bauernhofeis: Im neuen Café „Die Bleiche“ wird es bald brasilianische und weitere südamerikanische Spezialitäten geben. Wir haben mit einem der Inhaber gesprochen.

Brasilianisches Café eröffnet im Mainzer Bleichenviertel

Als Neilton Sidney Chagas im Jahr 1982 als Kind mit seiner Familie nach Mainz kam, war er einer der ersten Brasilianer in der Stadt, wie er sagt. Mittlerweile leben in Mainz deutlich mehr Menschen aus Brasilien und anderen südamerikanischen Staaten. „In der Gastronomie merkt man davon aber leider wenig“, sagt Chagas. Das wollen er und Ana Museridze nun ändern. Im Bleichviertel eröffnen sie das brasilianische Café „Die Bleiche“.

Der Namenszusatz „Cafezinho“ zeigt, dass es sich um ein kleineres Lokal handelt. Bis vor einem Jahr befand sich in den Räumen das „Café Z’Art“, davor unter anderem die „Kaffeepause“ und das Schmuckgeschäft „Silberecke“. Wie Chagas sagt, habe er schon 2019 das Café übernehmen wollen, kam damals aber zu spät. Nun können er und Museridze ihr Konzept in dem Eckhaus verwirklichen.

Brasilianisches Fingerfood und frische Säfte

Dabei setzen sie vor allem auf brasilianische Spezialitäten. So gibt es etwa als Mittagsangebot Fingerfood wie Coxinha (gefüllte Teigtaschen mit Hähnchen), Empadas (Teigtaschen mit diversen Füllungen), Kibe (Bulgur und Hackfleisch) und Pão de queijo (Tapioka-Käsebällchen). Außerdem steht eine Bio-Bowl mit der in Brasilien beliebten Açaí-Frucht auf der Karte, die dann wiederum mit weiteren Toppings verfeinert werden kann. Auch Tapioka-Crêpes können süß, herzhaft, mit Fleisch oder vegan gefüllt werden – zum Beispiel mit frittierter Banane. Zudem gibt es ein wechselndes Angebot aus südamerikanischen Suppen.

Gleiches gilt für die Kuchen: Unter anderem bieten Chagas und Museridze Tapioka-, Mais-, Bananen-, Ananas- und Açaí-Kuchen an. Dazu gibt es Kaffee und frische Säfte, zum Beispiel aus Cupuaçu, Acerola oder Graviola.

Eigene Zuckerrohrpressmaschine und Bauernhofeis

Ein besonderes Highlight sei der frisch gepresste Zuckerrohrsaft. „Dafür haben wir extra eine spezielle Pressmaschine bestellt“, sagt Chagas. Zuckerohrsaft werde in Brasilien traditionell auf Märkten getrunken. „Etwa so wie die Weinschorle in Mainz.“ Der Zuckerrohrsaft werde etwa ab Ende Februar angeboten – genau wie zwölf Sorten Bauernhofeis, das „Die Bleiche“ von einem nahegelegenen Hof bezieht. „Dann wird es auch einen Fensterverkauf geben“, sagt Chagas.

Was ihm wichtig sei: „Wir legen Wert auf gute Produkte.“ Einige von ihnen beziehe er aus dem Norden Brasiliens, wo er auch geboren wurde und die Produzenten kennt. Die anderen Zutaten kommen aus der Region, etwa Eier und Hühnchen von „Daniels Hühnerhof“ aus Seibersbach.

Eröffnung im Februar

Eröffnen soll „Die Bleiche“ Anfang Februar. Schon vor etwa elf Monaten startete der Umbau, seitdem sei alles neu gemacht worden: Elektrik, Boden, neue Wasseranschlüsse. Die Deko soll ein wenig an das Amazonas-Gebiet erinnern. Innen gibt es etwa zwölf Sitzplätze, außen werden Bänke aufgestellt.

Zunächst wird „Die Bleiche“ Montag bis Samstag von 8 bis 19 Uhr öffnen, im Sommer soll dann auch der Sonntag hinzukommen. Am Wochenende soll das Café dann auch bis 22 Uhr öffnen. Weitere Infos gibt es auf Instagram.

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