Seit Jahren schon ist der TSV Schott Mainz die Nummer 2 im Mainzer Fußball. Regelmäßig steigt die Fußballabteilung des großen Breitensportvereins aus der fünftklassigen Oberliga in die Regionalliga auf – um dann im Folgejahr wieder zurück in die Oberliga abzusteigen. Für die eine Liga zu gut, für die andere reichen Budget, Infrastruktur und Kaderstärke dann doch nicht ganz aus. Nun steht für den TSV mal wieder ein absolutes Highlight auf dem Plan.
Zum vierten Mal seit 2022 konnte Schott über den Gewinn des Südwestpokals die erste Runde im DFB-Pokal erreichen. Das bedeutet: ein garantiertes Heimspiel gegen einen Profi-Club aus der 1. oder 2. Bundesliga. Nach Hannover 96 (2022), Borussia Dortmund (2023) und der SpVgg Greuther Fürth (2024) empfängt Schott am Sonntag (15:30 Uhr) Borussia Mönchengladbach. Wie bereits 2023 gegen Dortmund wird das Spiel aufgrund des hohen Zuschauerandrangs in die Mewa Arena verlegt. Rund 16.000 Tickets wurden inzwischen bereits verkauft, wie der TSV auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mitteilte.
Erfolg nicht am Ergebnis festmachen
Ein Sieg des TSV gegen den Erstligisten aus Mönchengladbach käme am Sonntag einer Fußball-Sensation gleich. Das sehen auch die Verantwortlichen des TSV Schott nicht anders: „Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz in den vergangenen Tagen schon gesagt habe, aber es ist so: Wir machen den Erfolg des Tages mit Sicherheit nicht am Ergebnis fest“, erklärte Sascha Meeth auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel. Gemeinsam mit Thomas Schwarz bildet Meeth das Trainer-Gespann des Mainzer Oberligisten. „Wir sind durchaus realistisch und wissen, dass ein Fünftligist von 200 Spielen gegen Borussia Mönchengladbach wahrscheinlich 199 verliert“, führte Meeth weiter aus. Stattdessen gehe man mit einem anderen Ansatz an die Partie, wolle versuchen, alles aufzusaugen, Nadelstiche zu setzen, ein „toller Gegner“ sein. Überhaupt ein Tor gegen die Borussia zu schießen, sei schon ein „richtig geiles Erlebnis“.
Für den TSV ist die erste Runde im DFB-Pokal eine gute Möglichkeit, sich auf der deutschen Fußballbühne ein bisschen mehr Bekanntheit zu verschaffen. Doch der Verein definiert sich vor allem über die Arbeit, wie TSV-Geschäftsführer Till Pleuger erklärt: „Wir sind ein Ausbildungsverein, der vor allem regionale Spieler haben möchte. Wir sind der größte Breitensportverein in der Region, mit 4500 Mitgliedern und über 30 verschiedenen Sportarten – dann Fußball auf so einem Niveau spielen zu können … das ist für uns schon etwas ganz Besonderes.“
Rund um das Spiel in der Arena wird es von 12:30 Uhr bis etwa 20 Uhr ein Rahmenprogramm vor Ort geben. Außer Speise- und Getränkeständen soll es auch eine Bühne und einen DJ geben.
Tickets für das Spiel gibt es hier. Zudem soll es auch noch Karten an einer Tageskasse am Stadion geben.