Warum an der Mainzer Uniklinik die Internetgebühren so teuer sind

In keiner deutschen Uniklinik ist es so teuer für Patienten, WLAN zu nutzen. Warum hält das Krankenhaus in Mainz weiter an den hohen Gebühren fest?

Warum an der Mainzer Uniklinik die Internetgebühren so teuer sind

Insgesamt 30 Euro pro Woche oder 5 Euro pro Tag: So viel müssen Patienten der Universitätsmedizin in Mainz zahlen, wenn sie WLAN nutzen wollen. In keinem Universitätsklinikum sind die Gebühren so hoch. Das zeigt eine Recherche des Vergleichsportals Verivox.

Für die Untersuchung hat Verivox die Angebote aller 37 deutschen Universitätskliniken sowie die der größten privaten Klinikträger analysiert. Demnach stellen mehr als die Hälfte der großen Kliniken mittlerweile kostenloses Internet zur Verfügung. Bezahlen müssen Patienten etwa in Magdeburg (3,50 Euro pro Tag), Jena (3,90 Euro), Würzburg (1,60 Euro), Düsseldorf (1,60 Euro), Erlangen (1 Euro) und Bielefeld (6 Euro pro Woche). Oft sind in den Preisen zudem TV-, Telefon- und Radionutzung inbegriffen. Warum aber sind die Gebühren in Mainz so hoch?

Nicht nur WLAN-Nutzung ist abgedeckt

Gegenüber Merkurist teilt die Pressestelle der Mainzer Universitätsmedizin mit, dass in den Gebühren nicht nur die Internetnutzung enthalten ist, sondern auch ein „umfangreiches Infotainment-Angebot“. Das umfasse unter anderem eine Telefon-Flatrate, 50 nationale und internationale TV-Sender sowie 9 SKY-Sender und 68 verschiedene Radio-Programme. Darüber hinaus könne man online etliche Zeitungen, Zeitschriften und Magazine lesen und einige Spiele online nutzen.

Aktuell werde außerdem die WLAN-Struktur auf dem Campus der Unimedizin ausgebaut und modernisiert. Ziel sei es, „langfristig eine leistungsfähige und flächendeckende Versorgung herzustellen“, heißt es von Seiten der Pressestelle weiter. Eventuell werde anschließend auch die „Preisgestaltung“ für eine reine WLAN-Nutzung „ausgearbeitet“. Was das konkret für die Patienten künftig bedeutet, teilt die Pressestelle aber nicht mit.