Mainz gehört zu den Regionen in Deutschland, die sich in den vergangenen zwei Jahren am schwächsten entwickelt haben. Im Dynamikranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt Mainz den 398. von 400 Plätzen.
Das IW-Regionalranking vergleicht seit 2016 alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Bewertet werden die Kategorien Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Das Dynamikranking misst dabei, welche Regionen sich in den vergangenen zwei Jahren am stärksten verbessert haben. Als Grund für das schlechte Abschneiden von Mainz nennt das Institut den „schwindenden Erfolg von BioNTech“.
Noch schlechter als Mainz schnitten nur das thüringische Suhl (Platz 399) und der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz (Platz 400) ab. Am stärksten aufwärts entwickelt hat sich hingegen die Stadt Cottbus in Brandenburg, gefolgt von Neumünster in Schleswig-Holstein und dem Landkreis Tirschenreuth in Bayern.
Bayern an der Spitze, Brandenburg holt auf
Im sogenannten Niveau-Ranking, das die aktuell beste Lage abbildet, verteidigt der Landkreis München seit 2016 ununterbrochen den ersten Platz. Generell liegen elf der zwanzig stärksten Regionen in Bayern. Am unteren Ende dieser Rangliste finden sich vor allem kreisfreie Städte wie Suhl, Duisburg und Gelsenkirchen.
Ein Zehnjahresvergleich zeigt zudem, dass sich Brandenburg seit 2016 am besten entwickelt hat: 80 Prozent der dortigen Kreise zählen zu den Gewinnern. Baden-Württemberg hat hingegen den höchsten Anteil an Verlierer-Regionen. „Energiekrise, Stagnation und geopolitische Verwerfungen treffen den industriellen Kern Deutschlands besonders“, erklärt IW-Regionalexperte Hanno Kempermann. Erfolgreiche Regionen würden jedoch an vorhandene Stärken anknüpfen und diese gezielt weiterentwickeln.
Noch im vergangenen Jahr belegte die Stadt Mainz im IW-Regionalranking Platz 14 von 400: