Gesprengte Geldautomaten: Etliche Verdächtige festgenommen

Ermittlungen zu zwölf Automatensprengungen

Gesprengte Geldautomaten: Etliche Verdächtige  festgenommen

In einer gemeinsamen Aktion gelang deutsch-niederländischen Ermittlern ein großes Coup: Nach monatelanger Ermittlungsarbeit durchsuchten sie 28 Wohnungen und Geschäftsräume von Tatverdächtigen und nahmen 13 Menschen fest. Ihnen wird vorgeworfen, an den Sprengungen von zwölf Geldautomaten beteiligt zu sein. Dabei geht es um Sach- und Beuteschäden im Wert von mehreren Millionen Euro.

Die rund 100 Polizeibeamten aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden durchsuchten am Montag und Dienstag (27. und 28. Juni) 28 Objekte in mehreren Bundesländern. Darunter waren Geschäfts- und Wohnadressen sowie Adressen von Fahrzeugverleihfirmen. Die 13 Tatverdächtigen wurden alle in den vergangenen Wochen festgenommen. Ein weiterer Tatverdächtigter ist flüchtig.

Die Ermittler stellten unter anderem 80 Mobiltelefone, mehrere PCs und Tablets wie auch zahlreiche elektronische Datenträger sicher, ebenso wie ein Störsender (Jammer) und gestohlene Kennzeichen, Kennzeichen-Duplikate sowie Unterlagen und Ordner. Auch ein Audi S 5 sowie ein Motorrad BMW GS im Wert von circa 40.000 Euro wurden eingezogen. Die gefundenen Sprengstoffpakete wurden vor Ort von Spezialkräften der Polizei entschärft.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, an sechs verschiedenen Geldautomatensprengungen beteiligt gewesen zu sein, die meisten davon ereigneten sich in Rheinland-Pfalz.

Bei der internationalen Polizei- und Justiz-Aktion waren unter anderem die Staatsanwaltschaft Mainz sowie das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz beteiligt, daneben Ermittler aus Osnabrück, Frankfurt am Main und Amsterdam. Auch das Bundeskriminalamt und Europol unterstützten die Arbeit. Seit Januar bereits waren Polizei und Staatsanwaltschaften in den vier beteiligten Bundesländern den Tätern auf der Spur. Laut Polizei werden die Taten immer gefährlicher – für Anwohner, Passanten und Einsatzkräfte. Auch das Fluchtverhalten werde immer waghalsiger. Teilweise flüchten die Täter mit PS-starken Fahrzeugen und Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 250 km/h über die Autobahnen.

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