Silvester-Explosion: Frau erleidet Brandverletzung

Merkurist-Leserin Angela hat die Silvester-Explosion in der Holzhofstraße hautnah miterlebt. Lachen konnte sie darüber überhaupt nicht. Im Gegenteil: Der Sprengkörper verletzte die Mainzerin sogar.

Silvester-Explosion: Frau erleidet Brandverletzung

Ein lauter Knall und grelles Licht – plötzlich sahen die Menschen in der Holzhofstraße für einige Sekunden nicht mal mehr ihre eigene Hand vor Augen. Diese Szenen haben sich in der Neujahrsnacht in der Altstadt ereignet. Während des Silvesterfeuerwerks zündeten Unbekannte einen massiven Sprengkörper (wir berichteten).

Merkurist-Leserin Angela hat die Explosion hautnah miterlebt. Zusammen mit Freunden und Vereinsmitgliedern der Musik-Show-Band Mainz-Altstadt „Die Bauern“ feierte sie am Silvesterabend im Vereinsheim in der Neutorschule. „Die Stimmung war gut“, sagt Angela. „Wir haben zusammen Brettspiele gespielt, wollten sowieso nicht zu heftig feiern. Am nächsten Morgen stand für uns ja der Neujahrsumzug auf dem Programm.“

„Das klingt ja wie eine Bombe“

Um 0 Uhr fielen sich Angela und ihre Freundinnen ausgelassen in die Arme, gemeinsam standen sie an der Ecke zum Cinestar-Kino. „Wir hatten nur ein bisschen Kinderfeuerwerk, ein paar Raketen und Batterien dabei und wollten in das neue Jahr feiern“, erzählt Angela. Doch plötzlich kippte die Stimmung. „Ich habe zunächst zwei laute Schläge gehört und noch gedacht: Das klingt ja wie eine Bombe.“ Augenblicke später dann ein dritter lauter Knall und das weiße, grelle Licht. „Für einige Sekunden konnte ich nichts mehr sehen und dann habe ich gespürt, wie mich etwas an der Hose gestreift hat“, sagt sie.

Während sich Angelas Augen langsam erholten, bemerkte sie, das etwas nicht stimmte: „Ein Teil meiner Hose hatte gebrannt. Zum Glück konnte ich das Feuer schnell ausschlagen.“ Ihre Freundinnen hatten sich in eine Seitenstraße geflüchtet und knieten verängstigt auf dem Boden. „Wir haben uns in den Arm genommen und waren froh, das nichts schlimmeres passiert war“, sagt Angela. Die Lust zu Böllern war Angela und ihren Freundinnen vergangen. Als sie das Vereinsheim wieder betraten, bemerkte Angela erst zwei Löcher in ihrer Hose und eine leichte Brandverletzung. „Als hätte ich mich an heißem Wasser verbrüht, sah es aus. Nachdem ich die Wunde mit Salbe gepflegt habe, hat sich das wieder gebessert“, erzählt sie.

„Wir waren sehr geschockt“ - Angela

Zusammen räumten die Freundinnen noch das Vereinsheim auf und gingen nach Hause. „Wir waren sehr geschockt“, sagt Angela. Gegen 1 Uhr kam Angela zu Hause an und telefonierte noch mit ihrem Bruder. „Er war erstaunt und ziemlich fassungslos, was manche Leute an Silvester so machen.“ Als sie in den kommenden Tagen das Video von der Explosion sah, fühlte sich Angela ein bisschen in die Situation zurückversetzt. „Ich dachte kurz: Wow, da hast du dringestanden.“

(mm)

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