Plötzlich läuft ein Friedensnobelpreisträger durch die Mainzer Altstadt: Mehrere Passanten sahen am Mittwochnachmittag Professor Dr. Denis Mukwege, wie er durch die Augustinerstraße und die Grebenstraße ging.
Der Menschrechtsaktivist traf sich im Bischofshaus mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, wie das Bistum in den sozialen Medien mitteilt. Zudem besuchte er den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer in der Staatskanzlei.
Mukwege ist Gynäkologe und Gründer des Panzi-Hospitals in Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo. Dort werden Frauen behandelt, die Opfer von Gruppenvergewaltigungen wurden. Für seine Arbeit wurde ihm 2018 der Friedensnobelpreis verliehen.
Am Abend spricht Mukwege ab 18 Uhr bei einer Veranstaltung in der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unter der Überschrift „Frieden im Kongo. Gerecht und dauerhaft?“ diskutiert er mit Christelle Beti, der Vorsitzenden des deutsch-kongolesischen Jugendinstituts, über die Lage in der Demokratischen Republik Kongo und mögliche Wege zu einem gerechten Frieden.
Der Abend wird von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, dem Bistum Mainz und weiteren Partnern veranstaltet.