Nach massiver Kritik: Polizei richtet zentrale Arbeitsgruppe ein

Mögliche Fehler sollen geprüft werden

Nach massiver Kritik: Polizei richtet zentrale Arbeitsgruppe ein

Das Vorgehen der Polizei bei einer Demonstration am Samstag in Ingelheim sorgt weiterhin für Kritik. Nun hat die Polizei Mainz in einer Pressemeldung angekündigt, eine zentrale Arbeitsgruppe einzurichten. Diese soll laut Polizei mögliche Mängel bei strukturellen Abläufen sowie individuelle Fehler von Beamten aufklären. Die Arbeitsgruppe arbeite eng mit der Staatsanwaltschaft Mainz zusammen, erklärte die Polizei am Montag.

Die Gruppe steht demnach unter der Leitung des Polizeivizepräsidenten und setze sich aus „erfahrenen Polizeibeamten, dem behördeninternen Ermittler des Polizeipräsidiums Mainz sowie Mitarbeitern des Rechtsreferats“ zusammen. „Die geäußerte Kritik wird seitens des Polizeipräsidiums Mainz sehr ernst genommen und ist zentraler Betrachtungsgegenstand der polizeilichen Einsatznachbereitung“, so die Polizei.

Wer am Samstag während des Polizeieinsatzes in Ingelheim Beobachtungen gemacht hat, kann diese per Mail an das Mainzer Polizeipräsidium weitergeben (ppmainz@polizei.rlp.de). Wer Videos oder Fotos zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, diese über das Hinweisportal der Polizei Rheinland-Pfalz hochzuladen.

Hintergrund

Am Samstag waren in Ingelheim Vertreter der Partei „Die Rechte“ auf die Straße gegangen. Zwischen Teilnehmern einer Gegendemonstration und der Polizei hatte es zeitweise Auseinandersetzungen gegeben. Dabei kamen laut Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke zum Einsatz (wir berichteten). Zudem sorgte für Aufsehen, dass Einsatzfahrzeuge der baden-württembergischen Bereitschaftspolizei mit Trauerfloren zu der Versammlung fuhren, was von vielen Nutzern der sozialen Medien kritisiert wurde (wir berichteten). (ab)

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