Riesen-Verkehrschaos am Samstag in Mainz erwartet

Zu der Versammlung einer rechtsextremen Partei und mehreren Gegendemonstrationen werden am Samstag mindestens 3000 Personen in Mainz erwartet. Große Teile der Innenstadt werden für den Verkehr gesperrt.

Riesen-Verkehrschaos am Samstag in Mainz erwartet

Am Samstag (16. Juli) wird es „zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen im Stadtgebiet kommen“. Das hat die Stadt Mainz am Dienstag bekanntgegeben. Grund dafür sind die Versammlung der „Neue Stärke Partei“ (NSP) am Hauptbahnhof und damit verbundene zahlreiche Gegenversammlungen im Bereich der Innenstadt. Geplant ist ein „Sternenmarsch“, der am Hauptbahnhof enden wird. Zudem wird es mehrere Kundgebungen an verschiedenen Orten geben.

„Übertrifft noch den Rosenmontag“

Die komplette Innenstadt, etwa der Bereich rund um das Höfchen, der Bahnhof Römisches Theater und der Hauptbahnhof sowie der Hauptbahnhof West sind am Samstag ab 8 Uhr für den ÖPNV gesperrt und können nicht von Bussen und Straßenbahnen angefahren werden. „Die Buslinien müssen tagsüber teilweise weiträumig umgeleitet werden und die Straßenbahnen können nur noch auf Teilabschnitten abfahren“, so der Geschäftsführer der Mainzer Verkehrsgesellschaft, Jochen Erlhof. Die Sperrungen werden bis mindestens 18:30 Uhr andauern. Lediglich die Rheinachse und die Randgebiete der Innenstadt würden angefahren.

Laut Stadt ist es absehbar, dass sich das Demonstrationsgeschehen an diesem Tag spürbar auf den Verkehrsfluss der Innenstadt - bei Bussen, Straßenbahnen, dem Individualverkehr und darüber hinaus - auswirken wird. Dies werde zugleich spürbare Folgen für die Verbindungen in den Stadtteilen haben. Wie Erlhof sagt, übertreffe die Situation noch den Rosenmontag. Wer am Samstag nicht unbedingt in die Stadt müsse, solle sie unbedingt meiden.

Hauptbahnhof komplett gesperrt

Der Pressesprecher der Polizei, Rinaldo Roberto erklärt, dass es auch notwendig sei, einige Absperrungen im Bereich des Hauptbahnhofs aufzubauen. Der Haupteingang zum Bahnhof wird geschlossen sein, lediglich die Seiteneingänge sind dann zugänglich. Auch wurden die Ladenbetreiber aufgefordert, Tische und Stühle an diesem Tag nicht draußen stehen zu lassen. Außerdem sind das Kundencenter geschlossen sowie die Fahrradleihstationen rund um den Bahnhof.

„Es kann bereits ab etwa 8 Uhr zu erheblichen Behinderungen des ÖPNV und des Individualverkehrs kommen. Wir werden alles dafür tun, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten.“ Es sei dennoch nicht zu vermeiden, dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im gesamten Innenstadtbereich kommen wird. Insgesamt seien mindestens 500 Polizisten im Einsatz. Abgestimmt mit der Bundespolizei werde die Polizei an diesem Tag vor allem dafür sorgen, dass das Recht auf Versammlungsfreiheit gewährleistet werde, so Roberto – dass die Demonstrationen und Kundgebungen so stattfinden können, wie sie angemeldet seien. Das sei die „hohe Kunst“ und werde eine immense Herausforderung werden.

Insgesamt sind in Mainz bislang 15 Versammlungen für den Samstag in der Zeit von 10 Uhr bis 22 Uhr angemeldet. Der Großteil der Versammlungen findet im nahen Umfeld des Hauptbahnhofes statt. Dazu gehören der Bahnhofplatz, Kaiser-Wilhelm-Ring, Bonifaziusstraße, Schottstraße, Alicenstraße und der Parkplatz/Gehweg Hauptbahnhof West.

Weitere Versammlungsorte sind unter anderen der Münsterplatz, Bahnhofstraße, Adenauer-Ufer, Helmut-Kohl-Platz, Neubrunnenplatz und Schillerplatz. Aktuell beläuft sich die Zahl aller angemeldeten Demonstranten auf rund 3000 Personen. Tendenziell – so die Einschätzung von Versammlungsbehörde und Polizei – könne aber auch eine höhere oder niedrigere Zahl an Versammlungsteilnehmern nicht ausgeschlossen werden.

Details zu den Busumleitungen und Einschränkungen wird die Mainzer Mobilität auf ihrer Webseite und der App veröffentlichen.

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