Hackerangriff auf Mainzer Stadtwerke: Kundendaten im Darknet verbreitet

Auch Zahlungsdaten betroffen

Hackerangriff auf Mainzer Stadtwerke: Kundendaten im Darknet verbreitet

Nach dem Hackerangriff auf den Darmstädter IT-Dienstleister der Mainzer Stadtwerke am 12. Juni (wir berichteten) haben die Täter Kundendaten im Darknet verbreitet. Das teilen die Mainzer Stadtwerke mit.

Betroffen seien nach bisherigen Prüfungen auch personenbezogene Daten von Kunden verschiedener Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Mainzer Stadtwerke AG. Darunter fielen Kontakt-, Vertrags- und in einem Teil der Fälle auch Zahlungsdaten. „Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich“, sagt Michael Theurer, Leiter der Unternehmenskommunikation. Gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden hätten die Stadtwerke seit Beginn des kriminellen Angriffs alles dazu beigetragen, den Vorfall aufzuklären und die betroffenen Systeme schnell wieder funktionsfähig zu machen. Die betroffenen Kunden werden in den kommenden Tagen schriftlich über Einzelheiten informiert.

Der Darmstädter IT-Dienstleister Count + Care GmbH & Co. KG stellte wegen des Hackerangriffs unmittelbar Strafanzeige beim Landeskriminalamt Hessen, das Ermittlungen aufgenommen hat. Das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt ist ebenfalls beteiligt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurde informiert, ebenfalls die Datenschutzbeauftragten der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz.

In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt und externen Experten für Cybersicherheit sei in den vergangenen Wochen der Hackerangriff untersucht worden. Zudem habe man umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um „die volle Funktionsfähigkeit unserer Systeme und Kommunikationsprozesse wiederherzustellen sowie die System- und Datensicherheit zu überprüfen“.

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