So tickt der neue Mainz-Star

Seit Freitag soll Frankfurt-Leihe Danny da Costa die 05er beim Kampf um den Klassenerhalt unterstützen. Doch wie tickt der Flügelspieler eigentlich? Wir stellen ihn euch ein bisschen genauer vor.

So tickt der neue Mainz-Star

Sieben Punkte zur Saisonhalbzeit: Für Mainz 05 ist der Bundesliga-Abstieg eigentlich schon fast besiegelt. Doch Trainer Bo Svensson, Sportdirektor Martin Schmidt und Sportvorstand Christian Heidel kämpfen weiter um den Klassenerhalt. Anfang der Woche wurde Dominik Kohr von Eintracht Frankfurt bis Saisonende ausgeliehen, am Freitag dann der nächste Neuzugang - wieder von der Eintracht: Danny da Costa (27). Auch er kommt per Leihe bis zum Saisonende.

Der dynamische Flügelspieler ist Optimist, glaubt noch an das Wunder von Mainz: „Wir haben noch 17 Spiele und damit 17 Chancen, aus dem Tabellenkeller rauszukommen und als Team gestärkt aus diesem Abstiegskampf hervorzugehen, und diese wollen wir nutzen.“

Dauerläufer da Costa

Bei Eintracht Frankfurt kam da Costa in dieser Saison nicht mehr zum Zug: Gerad einmal 195 Minuten verteilt auf sieben Pflichtspiele stehen in der aktuellen Spielzeit für ihn zu Buche. Zu wenig für einen Spieler, der Stammkraft war, als Eintracht Frankfurt Magisches vollbrachte. Sage und schreibe 50 Pflichtspiele bestritt da Costa in der Saison 2018/2019, in der die Eintracht bis ins Halbfinale der Europa League stürmte.

Dass da Costa mutmaßlich bessere Optionen für einen Winterwechsel ausschlug, hat auch mit seiner privaten Situation zu tun. Der Rheinländer aus Neuss fühlt sich seit seinem Wechsel nach Frankfurt im Sommer 2017 nämlich pudelwohl im Rhein-Main-Gebiet, bezeichnet Frankfurt inzwischen als seine „Heimat“. Und dann ist da noch die Liebe: Seit Sommer 2020 ist da Costa nämlich verheiratet. Ehefrau Sarah arbeitet nicht nur in der Presseabteilung von Eintracht Frankfurt, sie ist auch die Tochter von Eintracht-Legende und Fußball-Weltmeister Uwe Bein.

Spaßvogel vor der Kamera

Dass Danny da Costa ein lustiger Typ ist, bewies der 27-Jährige im November 2018. Nach dem Weiterkommen in der Europa League-Gruppenphase stahl er den Reportern einfach die Show - stellte sich selbst die Fragen und lieferte auch gleich die Antworten. Auf Youtube wurde das witzige Interview schon fast drei Millionen Mal geklickt.

Wenn es sein muss, kann da Costa aber auch ganz anders. Im August 2013 wurde er als Spieler des FC Ingolstadt beim Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München von Münchner Fans rassistisch beleidigt. Da Costa ließ sich das nicht gefallen, machte den Schiedsrichter darauf aufmerksam. Nach einer Stadiondurchsage habe sich die Situation im Spiel etwas verbessert, erklärte da Costa nach dem Spiel. Für die rassistischen Pöbler hatte er später die richtigen Worte parat: es seien „einfach nur Vollidioten“.

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