So wird die CraftBeerMesse

Vom klassischen Pils bis hin zum Bier mit Gurken-Geschmack: Auf der CraftBeerMesse sind die Geschmäcker ebenso unterschiedlich wie die Braustile. Rund 300 Biersorten wird es auf der Messe am 17. und 18. November geben.

So wird die CraftBeerMesse

Kleine Brauereien abseits der großen Industrie, besondere Biersorten, von denen viele handwerklich hergestellt werden. Das soll es am 17. und 18. November in der Halle 45 geben, denn dann findet die 3. Mainzer CraftBeerMesse statt. „Die Halle wird sich in ein Bierparadies verwandeln“, sagt Sebastian Kreuser. Er ist Geschäftsführer der RAM Regio Ausstellungs GmbH, die die Messe veranstaltet. Rund 300 Biersorten von mehr als 50 Brauereien wird es geben. „Ich glaube, es wird schwer, alles zu probieren“, sagt Kreuser. Gemeinsam mit Projektleiter Michael Hay und Wendelin Quadt von der Mainzer Brauerei Kuehn Kunz Rosen stellte er am Dienstag in einer Pressekonferenz die Biertrends des Jahres vor - und vier der Biere, die es auf der Messe geben wird.

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Craftbeer wird von kleineren Brauereien hergestellt, die sich von der großen Industrie abgrenzen wollen - etwa, indem sie besondere Rohstoffe oder eine handwerkliche Herstellung wählen. „Sie verzichten auf Vorgänge wie Filtrierung oder Pasteurisierung“, sagt Hay. Das Ergebnis sei zwar nicht ganz so lange haltbar wie industrielles Bier, dafür aber umso geschmacksintensiver. „Auf der Messe können die Besucher die verschiedenen Biere probieren und direkt mit den Braumeistern vor Ort sprechen.“ Dafür müssen sich die Besucher ein Probierglas leihen und anschließend sogenannte Biercoins à 50 Cent kaufen, die sie dann anschließend gegen das Bier eintauschen.

Die Trend-Biere des Jahres

Der Bier-Trend gehe dieses Jahr zurück zu klassischen Stilen. „Dementsprechend wird es auch auf der Messe viele traditionelle Sorten wie Pils oder Helles geben“, sagt Hay. Eines davon ist das Mainzer Pils von Kuehn Kunz Rosen. „Es hat das typische Pilsaroma, aber auch eine fruchtige Note ist dabei - insgesamt ist es aromatischer als das, was man sonst kennt.“ Daneben gibt es auch stärkere Sorten, etwa das „Auswandererbier“ vom Brauhaus Faust. „Bei ihm hat man direkt das Hopfenaroma in der Nase, es riecht exotisch-fruchtig.“ Mit extrem viel Hopfen ist es zudem auch deutlich bitterer als das Pils. Der nächste Trend des Jahres: Gewürzbiere. „Das sind besondere Biere, die nicht nach dem Reinheitsgebot, sonder auch mit anderen Zutaten als Hopfen, Malz und Co. gebraut werden“, sagt Hay. Etwa das Gurken-Bier „Gurken Gose“ von Hertl und Hopfmeister, das mit der Aufschrift „alkoholhaltiger Salat“ wirbt.

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Auch ausgefallene Bierstile wie etwa belgische Sauerbiere, die mehrere Monate in Holzfässern gelagert werden oder historische Sorten wie Steinbier sind vertreten. Die Brauereien kommen aus ganz Deutschland, aber auch andere Länder wie Schottland oder Schweden sind vertreten. Ein besonderes Bier gibt es nur auf der Messe: Das Fichtennadel-Bier „Needle Juice“. Mit ihm hatte Heiko Müller aus Reichelsheim vergangenes Jahr den Hobbybrauer-Wettbewerb der Messe gewonnen. Nun wurde sein Rezept von Kuehn Kunz Rosen als exklusives Messebier nachgebraut, der Gewinn geht an den Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland“ (wir berichteten). „Viele Hobbybrauer werden irgendwann professionell“, sagt Quadt von Kuehn Kunz Rosen. „Der Austausch ist deshalb extrem wichtig.“

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Rekord an Wettberwerb-Teilnehmern

Dieses Jahr gebe es einen neuen Rekord beim Hobbybrauer-Wettbewerb: „60 Teilnehmer haben sich angemeldet, das sind 20 mehr als 2016“, sagt Hay. „Sie kommen von überall her - aus dem Allgäu, Hamburg und einer sogar aus Frankreich.“ Insgesamt sei der Bereich für Hobbybrauer auf der Messe ausgebaut worden: So können Interessierte nun ein Starterkit kaufen, mit dem sie zuhause in der Küche eigenes Bier brauen können. Außerdem erhalten sie einen Messeguide, auf dem alle Stände verzeichnet sind und auf Platz für eigene Notizen ist. Die Biere können vor Ort dann auch direkt gekauft und mit nach Hause genommen werden. „Es ist auch möglich, das gekaufte Bier am nächsten Tag abzuholen“, sagt Hay.

Zu dem ganzen Bier gibt es an allen Ständen auch kostenlos Mineralwasser. Außerdem müssen die Besucher auch nicht hungern: Auch Imbissstände vom Curry Kartell, von Stullen Andi, El Burro und Neustadtfood sind auf der Messe zu finden. Die CraftBeerMesse findet am 17. und 18. November von 14 bis 22 Uhr in der Halle 45 statt. Tageskarten kosten 12 Euro, das Zwei-Tages-Ticket gibt es für 20 Euro. Sie sind noch bis Donnerstag im Vorverkauf (Luups Shop oder Büro von RAM Regio) oder anschließend an der Tageskasse erhältlich.

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