Bier für den guten Zweck

Auf der kommenden CraftBeerMesse im November wird das Gewinner-Bier vom HobbyBrauerWettbewerb des letzten Jahres verkauft. Das Bier wird ab jetzt neu gebraut - und der Erlös soll hinterher gespendet werden.

Bier für den guten Zweck

Am 17. November startet in der Halle 45 die CraftBeerMesse - gebraut wird aber schon jetzt. Auf der letztjährigen Messe hatte Informatiker Heiko Müller mit einem selbstgebrauten Fichtennadel-Bier beim HobbyBrauerWettbewerb gewonnen. Das Bier wurde für sein waldig-würziges Aroma ausgezeichnet. Nun geht es in die Großproduktion: Die Mainzer Brauerei von Kuehn Kunz Rosen produziert nach dem Rezept 15.000 Liter. Pünktlich zur kommenden Messe (hier ein Überblick) wird das Bier dann abgefüllt. Die Betreiber wollen bis dahin auch entscheiden, wer den Erlös des sogenannten Needle Juice gespendet bekommt - denn der Verkauf des Gewinnerbieres dient dem guten Zweck.

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Wie das Bier hergestellt wird

„Für den Anfang reicht da außer den Zutaten schon ein Kochtopf, ein Sieb und eine Baumwollwindel.“ - Heiko Müller, Gewinner des HobbyBrauerWettbewerbs 2016

Hobbybrauer Heiko Müller freut sich, dass der Erlös gespendet werden soll. „Ein schöner Abschluss“, findet er. Der Informatiker aus Friedberg hat seit 2012 seinen Keller zur Mini-Brauerei umfunktioniert. „Für den Anfang reichen da außer den Zutaten schon ein Kochtopf, ein Sieb und eine Baumwollwindel“, erklärt er beim Pressetermin. Sein Fichtennadel-Bier Needle Juice hat er allerdings in einem kleinen Kombigerät hergestellt. Bei dem Bier handelt es sich um ein Pale Ale Plus, wobei das Plus für eine beliebige Zutat außerhalb des deutschen Reinheitsgebot steht. Neben Hopfen, Malz, Hefe und Wasser kann also mit verschiedenen Zutaten experimentiert werden. Müller selbst hat unter anderem schon Biere mit Kokosschalen, Kaffee, Süßholz und ein „sehr misslungenes Gebräu“ mit Lakritze hergestellt, wie er erzählt.

„Das hätte ich mir echt nicht träumen lassen.“ - Heiko Müller, Gewinner des HobbyBrauerWettbewerbs 2016

Normalerweise produziert Müller nur für den Eigenverbrauch mit Freunden und Familie, denn mehr als 200 Liter dürfen pro Jahr ohnehin nicht steuerfrei selbstgebraut werden. Ihn freue es sehr, dass die Brauerei Kuehn Kunz Rosen seine Eigenkreation nun groß produzieren wird: „Das ist mega spannend. Das hätte ich mir echt nicht träumen lassen.“ Das Bier wird nun noch etwa vier Wochen gären und eine Woche liegen, bis es gezapft werden kann. Dann wird es pünktlich zur CraftBeerMesse in 0,33l Flaschen gefüllt, um dort für den guten Zweck verkauft zu werden.

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Die CraftBeerMesse und die Spendenaktion

„Ich finde es immer schön, wenn es was regionales ist.“ - Sebastian Kreuser, Geschäftsführer bei RAM Regio Ausstellungs GmbH Mainz

Die Spendenaktion gehöre bereits von Anfang an zum Konzept der Veranstaltung, erklärt der Geschäftsführer des Veranstalters RAM Regio Ausstellungs GmbH Mainz, Sebastian Kreuser, beim Pressetermin. „Wir haben im vorletzen Jahr was für FemMa gemacht; das ist ein Mädchenhaus hier in Mainz. Und ein anderes Mal für Flüsterpost; die betreuen Familien, in denen Todesfälle aufgetreten sind.“ Wer dieses Jahr die Spende erhält, steht noch nicht fest. Das werde in den nächsten Wochen zusammen mit Wendelin Quadt, Vertriebsleiter von Kuehn Kunz Rosen, entschieden.

Seit 2015 gibt es in Mainz die CraftBeerMesse, veranstaltet von der RAM Regio Ausstellungs GmbH Mainz. Wegen hoher Besucherzahlen musste die Messe auch gleich im zweiten Jahr von der Alten Mainzer Lockhalle in die frisch umgebaute Halle 45 (ehemalige Phönix-Halle) umziehen, so Kreuser. „Da bleiben wir jetzt voraussichtlich erstmal auch“, fügt er hinzu. Dass das Gewinnerbier dieses Jahr in Mainz gebraut wird, freue ihn sehr. Die Brauerei von Kuehn Kunz Rosen, geleitet von Wendelin Quadt und Hans Wägner, sitzt erst seit 2017 im Alten Rohrlager hier in Mainz. Zusammen mit den Messe-Veranstaltern hoffen sie, der Weinregion Mainz auch das Bier neu ins Bewusstsein zu rücken.

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