Wann bekommt Mainz eine zentrale Corona-Teststelle?

Die Stadt Mainz soll bald eine zentrale Corona-Teststelle bekommen. Wann es so weit ist und wo sich potenziell Infizierte melden sollen.

Wann bekommt Mainz eine zentrale Corona-Teststelle?

Neustadt an der Weinstraße, Ludwigshafen, Koblenz und Mayen - all diese rheinland-pfälzischen Städte verfügen bereits über eine zentrale Corona-Teststelle. Diese Teststellen dienen Patienten aus der Umgebung, die Symptome wie Husten oder Fieber aufweisen, nach telefonischer Anmeldung als Anlaufstelle. Hier können sie abklären lassen, ob es sich bei den Symptomen um eine Covid-19-Erkrankung handelt. In Mainz gibt es bisher noch keine sogenannte Fieberambulanz. Das soll sich bald ändern.

Einrichtung der Corona-Teststellen erfolgt dezentral

Nach Angaben der Pressestelle des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz werde in Mainz derzeit eine Fieberambulanz vorbereitet. Wann genau sie verfügbar sein soll oder was die Gründe dafür sind, dass es in Mainz so lange dauert, konnte man jedoch nicht nennen. „Die Einrichtung der Testzentren beziehungsweise Fieberambulanzen erfolgt dezentral. Die meisten Fieberambulanzen in Rheinland-Pfalz befinden sich in Trägerschaft eines Krankenhauses, die in der Regel sehr eng mit den Gesundheitsämtern und / oder der Ärzteschaft vor Ort kooperieren. Manche sind auch in Trägerschaft des jeweiligen Landkreises oder des Gesundheitsamtes, wenn zum Beispiel in der Region niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die Abstriche nach Praxisende durchführen“, erklärt Kathrin Rümpelein von der Pressestelle des Ministeriums.

Auch die Kreisverwaltung Mainz-Bingen gab an, den Zeitpunkt der Inbetriebnahme einer Fieberambulanz derzeit nicht vorhersagen zu können. Man arbeite in den Laboren daran, die Analysekapazitäten auszubauen. Sobald dies erfolgreich erledigt sei und mehr Corona-Tests analysiert werden können, sollen Teststellen ausgebaut werden.

Neue Fieberambulanz-Hotline als erste Anlaufstelle

Doch eine Vorkehrung hat das Land Rheinland-Pfalz bereits getroffen: Seit Dienstagnachmittag steht Erkrankten eine neue „Hotline Fieberambulanz“ zur Verfügung. Unter der Telefonnummer 0800 99 00 400 sei die Hotline rund um die Uhr zu erreichen. Mit den zusätzlichen Kapazitäten will die Landesregierung eine dringend erforderliche Entlastung der vorhandenen Systeme erreichen, vor allem auch des Notrufs 112, der nur für akute medizinische Notfälle vorgesehen ist. Die neue Hotline werde federführend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) an den Standorten der Integrierten Leitstellen getragen.

„Die Nummer 112 ist nur für Notfälle gedacht, die 116117 nur für Menschen, die nicht mobil sind“, erklärt Kathrin Rümpelein, Pressestelle des Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz

„Wir stellen vermehrt Anfragen unter den Nummern 116117 und 112 fest. Gerade die Nummer 112 ist jedoch nur für Notfälle gedacht. Um die telefonischen Kapazitäten für Patientinnen und Patienten zu erweitern und möglichst allen Anrufern gerecht zu werden, haben wir zusammen mit dem Innenministerium und dem DRK die neue Hotline ins Leben gerufen. Diese soll nun vorrangig kontaktiert werden“, so Rümpelein.

Erst Hotline anrufen, dann zur Fieberambulanz

Zuvor konnten sich Mainzer, die die typischen Sars-CoV-2-Symptome zeigen, an den Patientenservice 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Dies wird weiterhin möglich sein. Allerdings sei der Patientenservice 116117 hauptsächlich für Patienten vorgesehen, die nicht mobil sind und bei denen ein Hausbesuch zur Abklärung einer Sars-CoV-2-Infektion nötig ist. Generell sollen Bürger, die Symptome wie Husten oder Fieber bei sich feststellen, zuerst die neue Fieberambulanz-Hotline kontaktieren, bevor sie eine Corona-Teststelle aufsuchen. Ohne Überweisung sei kein Test möglich. Die Hotline informiert dann über das weitere Vorgehen. Nach heutigem Stand (24. März) zählt die Stadt Mainz laut Gesundheitsamt 90 bestätigte Corona-Infizierte. (pk)

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