Verschärfte Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz noch vor Weihnachten

Landesregierung setzt neue Corona-Regeln um

Verschärfte Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz noch vor Weihnachten

Rheinland-Pfalz setzt die am Dienstag beschlossenen bundesweiten Corona-Regeln um. Ab dem 28. Dezember gelten demnach Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene. Andere Verschärfungen treten in Rheinland-Pfalz aber bereits am Donnerstag (23. Dezember) in Kraft. So müssen unter anderem Clubs schließen. Das sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in einer Pressekonferenz am Morgen nach den Bund-Länder-Verhandlungen.

Maximal zehn Personen

Die neuen Kontaktbeschränkungen ab dem 28. Dezember betreffen private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen. Diese sind auf maximal zehn Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen. Sobald eine ungeimpfte Person an einem Treffen teilnimmt, gelten die Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte: Ein Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts.

Bereits ab Donnerstag (23. Dezember) gilt in Rheinland-Pfalz: Clubs und Diskotheken müssen schließen. Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen dürfen außerdem ebenfalls bereits ab Donnerstag nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Das betrifft unter anderem Fußballstadien.

Mit den Regeln will sich das Land auf die erwartete Ausbreitung der Omikron-Variante vorbereiten. Diese sei laut Experten ansteckender und verbreite sich schneller. „Wir handeln jetzt, um zu verhindern, dass es durch zu viele Infektionen und Quarantänefälle zu so großen Mitarbeiterausfällen kommt, dass die Arbeitsfähigkeit in Gesundheitswesen und kritischer Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr, Strom-, Wasser- und Lebensmittelversorgung gefährdet ist“, so Dreyer. Pandemiepläne müssten jetzt geprüft und wenn nötig ausgeweitet werden. Denn es sei nicht die Frage, ob, sondern wann und wie stark Omikron auch in Deutschland vorherrschend sein wird.

Die veränderte Corona-Verordnung gilt vorerst bis zum 20. Januar. Bereits am 7. Januar wollen sich Bund und Länder aber erneut treffen, um über die Wirkung der neuen Regeln zu sprechen.

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