Rheinland-Pfalz verschärft Corona-Regeln

Ministerpräsidentin Malu Dreyer stellte die neuen Regeln am Abend vor

Rheinland-Pfalz verschärft Corona-Regeln

Das Land Rheinland-Pfalz verschärft die geltenden Corona-Regeln. Grund sind die steigenden Corona-Zahlen und die Belastung des Gesundheitssystems. Das teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsminister Clemens Hoch (beide SPD) nach der Bund-Länder-Schalte am Dienstagabend in einer Pressekonferenz mit. Folgende neue Regeln gelten ab Samstag (4. Dezember):

Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Menschen

Ungeimpfte dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch alleine, mit dem eigenen Hausstand oder mit einer Person eines anderen Hausstands treffen. Minderjährige werden dabei nicht mitgezählt.

Ausgeweitete 2G plus-Regel

Die 2G plus-Regel wird ausgeweitet und gilt dann in Innenbereichen überall dort, wo keine Maske getragen werden kann. Dort müssen auch geimpfte Personen einen gültigen negativen Test vorlegen. Betroffen davon sind unter anderem die Gastronomie, Hotels, der Sport im Innenbereich, aber auch körpernahe Dienstleistungen, wie Kosmetik.

Wenn in geschlossenen Räumen das 2G-plus-Modell gilt, dann dürfen zusätzlich maximal 25 nicht-immunisierte Minderjährige teilnehmen. Das sind laut Land Kinder im Alter zwischen 12 Jahren und drei Monaten und dem 17. Lebensjahr. Für sie gilt die Testpflicht. Kinder unter 12 Jahren sind außen vor. Dies gilt auch in der Gastronomie. Die Maskenpflicht gilt für alle durchgängig außer beim Verzehr von Speisen und Getränken. In Bereichen, in denen die Maske getragen werden kann (Friseur oder Fußpflege), gilt weiterhin die „2G“-Regel.

Veranstaltungen im Freien

Bei Veranstaltungen im Freien gilt die „2G“-Regel. Zusätzlich dürfen nicht-immunisierte Minderjährige mit Test teilnehmen. Es gilt die Maskenpflicht außer beim Verzehr von Speisen und Getränken. „Im Hinblick auf Kapazitätsbegrenzung und maximale Besucherzahl favorisieren wir eine bundeseinheitliche Lösung“, so die Ministerpräsidentin.

Personenbegrenzungen im Handel

Die Personenbegrenzung von einer Person pro angefangene 10 Quadratmeter Verkaufs- oder Besucherfläche wird wieder eingeführt.

Maskenpflicht in Schulen

Auch in den Grund- und Förderschulen soll künftig eine Maskenpflicht am Platz gelten.

3G bei Gottesdiensten

Für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religions- oder Glaubensgemeinschaften in geschlossenen Räumen gilt nach wie vor die 3G-Regelung. Es gelten Abstandsgebot und Maskenpflicht.

Begrenzung bei Sportveranstaltungen

Beim Sport im Innenbereich dürfen nur noch geimpfte, genesene und diesen gleichgestellte Personen sowie maximal 25 Minderjährige (bisher: unbegrenzt), die nicht geimpft, genesen oder diesen gleichgestellt sind, gleichzeitig anwesend sein. Im Innenraum gilt für alle die Testpflicht, auch für Geimpfte und Genesene

2G in Schwimmbädern und Saunen

In Schwimm- und Spaßbädern, Thermen und Saunen dürfen ebenfalls nur geimpfte, genesene und diesen gleichgestellte Personen sowie Minderjährige, die nicht geimpft, genesen oder diesen gleichgestellt sind, gleichzeitig anwesend sein.

Weitere Entscheidungen am Donnerstag

„Die Lage ist sehr ernst. Eine neue noch ansteckendere Corona-Variante und ein Impfschutz, der schneller nachlässt, als angenommen, stellen uns auch in diesem Winter vor eine große Kraftanstrengung, die nur gemeinsam gelingen kann“, so Malu Dreyer zur aktuellen Situation. Über weitere, bundeseinheitliche Regeln werden Bund und Länder bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag entscheiden. Dabei wird auch die mögliche Einführung einer allgemeinen Impfpflicht Thema sein und der Umgang mit Großveranstaltungen wie Fußballspiele.

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