Kinder-Impfungen: Registrierung schon ab 1. Dezember möglich

Die ersten Kinder ab 5 Jahren könnten noch in diesem Jahr geimpft werden.

Kinder-Impfungen: Registrierung schon ab 1. Dezember möglich

Voraussichtlich noch in diesem Jahr könnten die ersten Kinder ab fünf Jahren in Rheinland-Pfalz gegen das Coronavirus geimpft werden. Wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsminister Clemens Hoch (beide SPD) am Dienstag mitteilten, startet die Registrierung in Impfzentren bereits am Mittwoch (1. Dezember).

Impfungen beim Arzt oder im Impfzentrum möglich

Gemeinsam mit den Kinderärzten, aber auch mit den Kommunen im Land würden Pläne erarbeitet, um noch vor dem Jahreswechsel in den Impfzentren mit besonderen Familienimpftagen die Kampagne weiter voranzubringen. Auch viele niedergelassene Ärzte und Kinderärzte würden sich aktiv beteiligen.

Für einen Termin bei einem Arzt könnten sich Eltern an die Arztpraxen wenden. Diejenigen, die ihr Kind in einem Impfzentrum impfen lassen wollen, können sich ab dem 1. Dezember über die Website des Landes registrieren. Im Moment werde das Online-Portal zur Terminregistrierung außerdem überarbeitet.

Online-Portal mit neuen Tools

„Ab dem 1. Dezember wird es wie angekündigt die Möglichkeit geben, sich schon ab vier Monaten nach der Zweitimpfung für einen Boostertermin zu registrieren“, erklärt Hoch. Dieser wird frühestens fünf Monate nach der Zweitimpfung möglich sein. „Neben den Familienimpftagen, die wir im Rahmen der Kinderimpfungen anbieten wollen, werden wir die Möglichkeit eröffnen, Gruppenimpfungen mit bis zu fünf Personen in Impfzentren anzubieten“.

Die Landesregierung habe außerdem allen Kommunen mit dauerhaften stationären Impfstellen angeboten, ihre Termine über die gemeinsame zentrale Vergabe zu organisieren. Neben den reaktivierten Impfzentren gebe es kommunale Impfangebote, 21 Krankenhausstandorte und mittlerweile zwölf Impfbusse.

„Die Lage bleibt ernst und hoch dynamisch. Das Infektionsgeschehen ist diffus. Gleichzeitig sind die Krankenhäuser zunehmend belastet – auch durch die Verlegungen aus anderen Bundesländern. Das Auftreten der neuen Virusvariante und die dadurch zusätzlich bestehende Unsicherheit machen eine neue Lagebeurteilung notwendig“, so Dreyer und Hoch. „Weiterhin gilt: Impfen ist der Schlüssel aus der Pandemie und es liegt an uns allen, dafür zu werben, dass möglichst alle, die dürfen, die Schutzimpfung auch wirklich annehmen“.

Hintergrund

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bereits empfohlen, Impfungen von Kindern mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zu ermöglichen. Mit einer Entscheidung der EU-Kommission wird in den kommenden Tagen gerechnet. Der erste Impfstoff soll dann voraussichtlich in der Woche vor Weihnachten nach Deutschland geliefert werden. Dann könnte noch in diesem Jahr mit dem Impfen begonnen werden.

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