Dreyer hält Debatte über Impfpflicht für notwendig

Die Impfpflicht habe für alle Priorität, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten.

Dreyer hält Debatte über Impfpflicht für notwendig

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hält die Diskussion über eine Corona-Impfpflicht für sinnvoll. Das sagte sie der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Dienstag in Mainz.

„Die bisherigen Erfahrungen aus der Pandemie zeigen uns, dass wir gut daran tun, immer wieder zu prüfen, was die richtigen Maßnahmen sind, um der jeweiligen Situation zu begegnen", so Dreyer. „Es ist daher richtig, die Diskussion über die allgemeine Impfpflicht ergebnisoffen zu führen und die Argumente dafür und dagegen sorgfältig abzuwägen."

„Wir befinden uns in einer sehr ernsten Lage“, sagte sie außerdem. Und: „Die größte Herausforderung beim Weg aus der Pandemie ist nach wie vor die zu hohe Zahl Ungeimpfter.“

Zudem hofft Dreyer auf eine schnelle Einführung der Impfpflicht in Gesundheit und Pflege. „Absolute Priorität hat die Impfpflicht für diejenigen, die mit vulnerablen Gruppen arbeiten“, betonte die Ministerpräsidentin gegenüber der dpa. „Daher muss der Bund die Impfpflicht für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen schnellstmöglich einführen, wie von der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche beschlossen."

Außerdem appellierte Dreyer auch an noch nicht geimpfte Menschen, sich doch noch impfen zu lassen. Dazu seien die Impfangebote des Landes deutlich hochgefahren worden. Zu den flächendeckenden Angeboten bei den niedergelassenen Ärzten kämen Impfbusse, kommunale Angebote, 21 Krankenhausstandorte und reaktivierte Impfzentren. Das Mainzer Impfzentrum soll am 1. Dezember eröffnen.

Logo