Corona-Impfung: Wann bin ich dran?

Der Corona-Impfmarathon von Bund und Ländern ist in vollem Gange. Wegen der knappen Verfügbarkeit der Impfstoffe werden verschiedene Gruppen zuerst geimpft, bevor auch alle anderen die Möglichkeit dazu bekommen.

Corona-Impfung: Wann bin ich dran?

Seit dem 27. Dezember 2020 kann sich ein Teil der Rheinland-Pfälzer gegen das Coronavirus impfen lassen. In Mainz wurde dafür das Gebäude der ehemaligen FH in Mainz-Gonsenheim zum Testzentrum umgebaut - das kann zurzeit aber nur von bestimmten Menschen aufgesucht werden. Denn die Impfstrategie von Bund und Ländern sieht vor, dass zuerst besonders gefährdete Personen geimpft werden und teilt die Bevölkerung in Gruppen ein.

Höchste Priorität

Zuerst werden Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie von ähnlichen Einrichtungen geimpft – zweimal innerhalb von drei Wochen, wie es für den Impfstoff von Biontech und Pfizer vorgesehen ist. Mobile Impf-Teams sind dafür ab dem 27. Dezember in die Heime im Land gefahren. Auch medizinisches Personal mit einem hohen Ansteckungsrisiko konnte sich als erstes impfen lassen. Seit dem 4. Januar dürfen zudem über 80-Jährige einen Termin in den seit dem 7. Januar geöffneten Impfzentren vereinbaren. Sie gehören zur Gruppe mit der höchsten Priorität.

Hohe Priorität

Weiter geht es mit den über 70-Jährigen und Menschen mit Trisomie 21, Demenz oder geistiger Behinderung sowie dem Personal, das diese Menschen pflegt. Auch, wer eine Organtransplantation hinter sich hat, gehört zu dieser Gruppe. Hinzu kommen Personen, die in engem Kontakt zu Risikopatienten oder auch Schwangeren stehen. Neben Ärzten und sonstigem Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, gehören auch Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind zu dieser Gruppe. Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind werden ebenfalls mit „hoher Priorität“ geimpft.

Erhöhte Priorität

Zur nächsten Gruppe gehören zunächst einmal alle über 60-Jährigen. Auch Beschäftigte in medizinischen Berufen, die einer etwas geringeren Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind, wie beispielsweise in Laboren, können dann geimpft werden. Hinzu kommen Personen in relevanten Positionen in Regierungen, Verwaltungen, den Verfassungsorganen und anderen betroffenen Unternehmen. Auch Erzieher und Lehrer gehören zur Gruppe mit erhöhter Priorität.

Alle anderen

Danach sind alle anderen Rheinland-Pfälzer an der Reihe, die sich impfen lassen möchten. Der Bund geht zurzeit davon aus, dass das im Sommer der Fall sein wird. Dann werden voraussichtlich genügend Impfdosen und eine ausgereifte Infrastruktur für die Impfungen zur Verfügung stehen, um alle impfen zu können.

Die Impf-Reihenfolge, die in einer Verordnung festgelegt wurde, wird laut Bund regelmäßig überarbeitet, weil künftig wahrscheinlich weitere Impfstoffe zugelassen werden. Die Übergänge werden fließend sein – das heißt, es können schon Personen einer anderen Gruppe geimpft werden, wenn die Gruppe zuvor noch nicht mit dem Impfen fertig ist. Wann welche Gruppe einen Termin vereinbaren kann, gibt die Landesregierung bekannt.

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