Rheinland-Pfalz bereitet sich auf kostenlose Schnelltests vor

Rheinland-Pfalz will auf neues Angebot vorbereitet sein

Rheinland-Pfalz bereitet sich auf kostenlose Schnelltests vor

Das Land schafft aktuell die nötigen Voraussetzungen, um künftig allen Rheinland-Pfälzern kostenlose Corona-Schnelltests anbieten zu können. Gleichzeitig übt Gesundheitsministerin Sabine Bätzing Lichtenthäler (SPD) Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der die kostenlosen Testmöglichkeiten vor Kurzem in Aussicht gestellt hatte.

„Die Abstimmung mit den Bundesländern bleibt leider auf der Strecke.“ - Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Gesundheitsministerin

„Ohne ausreichende Abstimmungen mit den Bundesländern und mit vielen Unklarheiten hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor wenigen Tagen die Schlagzeile setzen wollen, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger ab dem 1. März 2021 kostenlos von geschultem Personal mit einem Schnelltest testen lassen könne“, sagte Bätzing-Lichtenthäler (SPD). „Die Abstimmung mit den Bundesländern für ein einheitliches Vorgehen bleibt hierbei leider auf der Strecke.“ Viele Fragen seien unbeantwortet. Dennoch werde Rheinland-Pfalz bereit sein.

„Wir wollen den Bürgern und Bürgerinnen im Land die größtmögliche Sicherheit bieten und bereiten uns daher intensiv auf den Einsatz kostenloser Schnelltests für alle vor“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dazu in einer Mitteilung. Sobald der Bundesgesundheitsminister die Voraussetzungen für die Verfügbarkeit und Abrechenbarkeit der Tests schafft, stehe Rheinland-Pfalz bereit, sie durchzuführen.

Tests in Fieberambulanzen, Apotheken, Praxen und Betrieben

Um flächendeckende kostenlose Schnelltests anbieten zu können, reaktiviert das Land Fieberambulanzen, die als Teststationen genutzt werden können. Weitere Stationen sollen über die örtlichen freiwilligen Feuerwehren, Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden organisiert und geleitet werden. Auch Apotheken, Arzt- und Zahnarztpraxen werden dazu aufgerufen, Tests durchzuführen. Darüber hinaus sollen Großbetriebe, die über einen Betriebsarzt oder vergleichbare Testmöglichkeiten verfügen, Schnelltests direkt im Betrieb anbieten können.

Damit jedes positive Schnelltest-Ergebnis direkt durch einen PCR-Test geprüft werden kann, baut das Land die Laborkapazitäten aus. Mitarbeiter der Schnellteststationen werden als Personen mit einem sehr hohen Ansteckungsrisiko eingestuft und haben deshalb Anspruch, sich zeitnah impfen zu lassen. Das Angebot der kostenlosen Schnelltests für alle bleibe - wenn es in Kraft tritt - mindestens solange bestehen, bis Selbsttests zugelassen und in ausreichender Menge verfügbar sind.

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