Ministerpräsidentin Dreyer über Ergebnisse des Impfstoff-Gipfels

Dreyer zeigt sich zufrieden mit Ergebnis des Impfstoff-Gipfels

Ministerpräsidentin Dreyer über Ergebnisse des Impfstoff-Gipfels

Den aktuellen Lieferengpässen zum Trotz wollen Bund, Länder und Impfhersteller an der Zusage festhalten, bis zum 21. September allen Bürgern ein Impfangebot machen zu können. Das ist eines der Ergebnisse des Impfstoff-Gipfels, an dem Vertreter von Bund, Ländern, EU, Pharmaindustrie und Impfstoffherstellern am Montag teilgenommen haben. Über Details informierte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei einer Pressekonferenz am Abend.

„Der Impfstoff-Gipfel war wichtig für eine weitere verlässliche Planung“, so Dreyer dazu. Sie hatte sich zuvor für den Gipfel stark gemacht, weil die Länder ohne verlässliche Lieferangaben keine verlässlichen Impftermine anbieten können. Zum ersten Mal seien alle Akteure an einen Tisch gekommen, um für mehr Planbarkeit und eine Erhöhung des Impfstoffes für die Bevölkerung in Europa zu sorgen. Und das habe gut funktioniert.

Ab dem zweiten Quartal soll mehr Impfstoff kommen

So habe sich im Gespräch mit den Impfstoffherstellern verfestigt, dass - wenn keine unvorhersehbaren Probleme auftreten - jeder Bürger bis zum Ende des Sommers gegen das Virus geimpft werden kann. Ab dem zweiten Quartal würden deutlich mehr Impfstoffdosen von den Herstellern bereitgestellt werden. „Dann wird es nochmal richtig an Fahrt aufnehmen“, so Dreyer. „Den Impfstoff, der dann kommt, werden wir verimpfen. Da sehe ich uns auch in der Infrastruktur sehr gut gewappnet.“ Man könne schon jetzt 20.000 Impfungen am Tag durchführen, aber sei auch ganz sicher in der Lage, zukünftig noch sehr viel mehr Impfstoff zu verimpfen.

Zur besseren Planbarkeit wollen Bund und Länder im Rahmen der Impfstrategie einen gemeinsamen nationalen Impf-Plan erstellen. Man könne zwar nicht auf den Tag genau planen, wie viele Impfdosen wo ankommen, auf Basis der heute vorgestellten Lieferzahlen der Impfhersteller könne man sich aber quartalsweise vorbereiten. Ein erstes Ergebnis des Impf-Plans soll zur nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz am 10. Februar vorliegen.

Darüber hinaus wird der Bund Lieferketten für Verpackungsmaterial über eine Notfall-Plattform innerhalb Europas sicherstellen. Außerdem werde auf Bundesebene dafür gesorgt, dass genügend Rohstoffe für die Herstellung der Stoffe bereitstehen und es keine Hindernisse bei der Lieferung gibt.

Dreyer dankt vor allem Mainzer Unternehmen

In ihrer Ansprache dankte Dreyer auch den Impfherstellern und allen Beteiligten selbst. „Ich bin besonders stolz darauf, dass zwei Unternehmen aus Rheinland-Pfalz Biontech und Schott maßgeblich Impfstoff bereit stellen“, so Dreyer. Biontech stelle allein für das zweite Quartal 75 Millionen Impfdosen in Aussicht und der Spezialglashersteller Schott sei der größte Produzent der Impfstoff-Fläschchen. Dabei richtete sich die Ministerpräsidentin direkt an Biontech: „Sie haben Tag und Nacht an der Entwicklung des Impfstoffs gearbeitet, und Sie arbeiten aktuell ebenfalls Tag und Nacht an der Produktion. Ihr Einsatz kann Leben retten. Dafür danke ich Ihnen!“

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