Inzidenz in Mainz bei über 100: Was bedeutet das?

In Mainz ist die 7-Tage-Inzidenz am Sonntag auf 107,5 angestiegen. Damit überschreitet die Stadt einen kritischen Wert. Hat das schon Auswirkungen auf das Leben in Mainz?

Inzidenz in Mainz bei über 100: Was bedeutet das?

Erstmals seit Januar liegt die 7-Tage-Inzidenz sowohl in Mainz als auch insgesamt in Rheinland-Pfalz bei über 100. In Mainz ist sie laut Zahlen des Landes am Sonntag (28. März) auf 107,5 angestiegen; in Rheinland-Pfalz liegt der Wert bei 106. Hat das schon Auswirkungen auf die Corona-Regeln in Mainz?

Erst kürzlich haben sich Bund und Länder auf eine sogenannte „Notbremse“ bei gestiegenen Infektionszahlen geeinigt, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Steigt die 7-Tage-Inzidenz in einem Bundesland oder einer Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, müssen demnach strengere Corona-Regeln in Kraft treten. Da Mainz heute zum ersten Mal bei einer Inzidenz von über 100 liegt, tritt die Notbremse von Bund und Ländern demnach heute noch nicht in Kraft.

Außerdem ist derzeit noch unsicher, ob die Notbremse in Zukunft überhaupt durchgesetzt werden darf. Wie die BILD berichtet, darf der Inzidenzwert ab dem 1. April laut Bundestag und Bundesrat nicht mehr der alleinige Maßstab für die Corona-Regeln sein. Bund und Länder müssten demnach ihre Entscheidungen auch an anderen Werten wie zum Beispiel freien Klinikbetten festmachen. SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner sagte der Bild: „Die Länder müssen jetzt schnell ihre Corona-Verordnungen anpassen. Länder, die sich eins zu eins an den Beschluss des Corona-Gipfels halten, handeln rechtswidrig.“

Den aktuellen Regelungen nach, würden die Regeln des Shutdowns bis zum 8. März wieder in Kraft treten, wenn der Wert in den nächsten beiden Tagen bei über 100 bleibt. Die Kontaktbeschränkung wird dann wieder auf einen Hausstand plus eine weitere Person beschränkt. Aktuell sind Treffen im öffentlichen Raum mit höchstens fünf Personen aus insgesamt zwei Hausständen erlaubt. Zudem wird eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr verhängt.

Der Einzelhandel darf dann außerdem wieder nur einen Kunden, beziehungsweise Hausstand, nach Terminvereinbarung in den jeweiligen Laden hineinlassen. Derzeit darf pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde im Laden sein. Geöffnet bleiben Friseure als körpernahe Dienstleistungen aus hygienischen Gründen, ebenso wie die körpernahe Dienstleistung aus medizinischen Gründen, wie die medizinische Fußpflege. Auch die Außengastronomie müsste bei einem anhaltenden Inzidenzwert von über 100 wieder schließen.

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