Freiwillige Feuerwehr Ingelheim: Impf-Erfolg nach Brandbrief

Nachdem sie sich in einem Brief an die rheinland-pfälzische Landesregierung beschwert haben, können Freiwillige Feuerwehrleute aus Ingelheim nun einen Erfolg verbuchen. Sie sollen schneller geimpft werden.

Freiwillige Feuerwehr Ingelheim: Impf-Erfolg nach Brandbrief

Ein Brandbrief von Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr Ingelheim zeigt Erfolg. In einem Schreiben an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) hatten sich rund 50 Feuerwehr-Ehrenamtler Anfang Mai beschwert, dass sie und ihre Familien zu langsam geimpft würden (wir berichteten).

In dem Schreiben hieß es unter anderem: „Nie haben wir zurückgeschreckt, wenn es darum ging, Menschen in Not zu helfen, auch wenn dies mit einem erhöhten Infektionsrisiko für uns einhergeht und man immer ein ungutes Gefühl mit nach Hause nimmt. Umso mehr fiebern wir, um uns und unsere Angehörigen zu schützen, einer Impfung entgegen und haben dennoch geduldig gewartet, bis die Gruppe 3, welcher wir angehören, an der Reihe ist. Diese Geduld ist nun jedoch aufgebraucht.“

Am Mittwoch erklärte der Landkreis Mainz-Bingen in einer Mitteilung: „Für die Mitglieder der Feuerwehren im Landkreis Mainz-Bingen gibt es ab dem 24. Mai ein Impfangebot im Ingelheimer Impfzentrum.“ Feuerwehrleute in der Prioritätsgruppe 3 würden Impfdosen aus dem Ingelheimer Impfzentrum erhalten, die täglich bei nicht wahrgenommenen Terminen übrig bleiben würden.

Lob von der Landrätin

Landrätin Dorothea Schäfer (CDU), die das Schreiben der Feuerwehrleute aus informativen Gründen ebenfalls erhielt, sagte in der entsprechenden Mitteilung: „Der selbstlose Einsatz gerade der freiwilligen Wehren ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Dass die Feuerwehrfrauen und -männer nun schnell geimpft werden, versteht sich daher von selbst.“ Mehrfache Nachfragen des Landkreises beim Land hätten nun Erfolg gezeigt. Den Protest der Freiwilligen Feuerwehrleute erwähnte Schäfer in ihrem Statement jedoch nicht.

Wie der Landkreis weiter erklärt, kümmere sich das zuständige Impfzentrum um die Koordination der verfügbaren Impfdosen. „Für die bisher noch nicht geimpften Mainz-Binger Bürgerinnen und Bürger aus der Prioritätsgruppen eins und zwei wird die Feuerwehrimpfung übrigens keinen Nachteil bedeuten“, heißt es in der Stellungnahme des Landkreises weiter. Laut den für die Terminvergabe zuständigen Stellen des Landes Rheinland-Pfalz sind derzeit noch 2500 Personen aus diesen beiden Gruppen angemeldet, aber noch nicht geimpft. Diese Liste soll bis spätestens 7. Juni, wenn die Priorisierung aufgehoben wird, abgearbeitet werden.

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