Ab 1. Oktober: Bordelle dürfen wieder öffnen

Unter strengen Auflagen

Ab 1. Oktober: Bordelle dürfen wieder öffnen

Bordelle, Prostitutionsstätten und andere ähnliche Einrichtungen dürfen ab dem 1. Oktober unter bestimmten Auflagen wieder öffnen. Das geht aus einer Änderung der 11. Corona-Bekämpfungsverordnung hervor, die das Land Rheinland-Pfalz am Mittwoch veröffentlicht hat.

Demnach sei der Betrieb von Prostitutionsstätten künftig „unter Einhaltung der allgemeinen Schutzmaßnahmen zulässig, soweit an den angebotenen sexuellen Dienstleistungen nicht mehr als zwei Personen beteiligt sind“. Allerdings müssen die Betreiber von Prostitutionsstätten einiges beachten. So müssen Räumlichkeiten, in denen sich in der Regel mehr als zwei Personen aufhalten, geschlossen gehalten werden. Gleiches gilt auch für Räume, die für mehr als zwei Personen gleichzeitig vorgesehen sind oder der „Anbahnung sexueller Dienstleistungen dienen“.

Laut Landesregierung bestehe zudem die Pflicht einer vorherigen telefonischen oder digitalen Terminvereinbarung. „Das Hygienekonzept für sexuelle Dienstleistungen, das auf der Internetseite der Landesregierung veröffentlicht ist, ist zu berücksichtigen und einzuhalten“, teilt die Landesregierung mit. Außerdem sollen die Betreiber ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen. Dieses müssen sie der zuständigen Behörde für eine Erlaubniserteilung zum Betreiben der Prostitutionsstätte vorlegen.

Die entsprechende Änderungsverordnung wird im Laufe des Mittwochs verkündet und tritt zum 1. Oktober in Kraft.

Hintergrund

Um die Erlaubnis für Bordelle, ihre Betriebe trotz der Corona-Maßnahmen zu öffnen, gab es in den vergangenen Monaten häufig Diskussionen. Im Juni hatte das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium ein Konzept für Bordelle und Prostitutionsstätten erarbeitet und deren Öffnung in Aussicht gestellt. Dies wurde allerdings kurze Zeit später zurückgenommen (wir berichteten). (pk)

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