Rekord-Inzidenzen: So ist die Lage im Mainzer Krankenhaus

Omikron führt zu immer neuen Rekord-Inzidenzen. In vielen Städten füllen sich die Normalstationen mit Corona-Patienten, die Kliniken bereiten sich auf die Versorgung von sehr vielen Menschen vor. Wie ist die Lage in Mainz?

Rekord-Inzidenzen: So ist die Lage im Mainzer Krankenhaus

Die Covid-19-Fallzahlen sind auf dem Höchststand, Mainz hat so hohe Inzidenzen wie noch nie. Die Gesundheitsämter kommen an ihre Grenzen. Betroffen seien nun vor allem Menschen unter 20 Jahren. So teilte der Gesundheitsamtsleiter des Landkreis Mainz-Bingen, Dr. Dietmar Hoffmann, erst gestern mit, dass in den Krankenhäusern die Einweisungen steigen, die Zahlen auf den Intensivstationen seien weiterhin stabil (wir berichteten).

Wie das Deutsche Ärzteblatt aktuell berichtet, bereiten sich deutschlandweit die Krankenhäuser auf die Auswirkungen der Omikron-Welle vor. Vor einer Woche noch sagte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, im ARD-Interview, dass die Lage in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern noch „beherrschbar“ sei. Obwohl in anderen Ländern teilweise Patientenhöchststände in den Krankenhäusern erreicht würden, war er für Deutschland „etwas zuversichtlicher, auch für Rheinland-Pfalz“, dass trotz der Omikron-Variante die Infektionszahlen unter dem Niveau der letzten Coronawelle bleiben würden.

MKM rechnet mit mehr Patienten und Personalausfällen

Im Marienhaus Klinikum Mainz (MKM) verzeichne man tatsächlich „seit Wochen eine konstante Anzahl von Covid-Patienten“, teilt eine Pressesprecherin des MKM auf Merkurist-Anfrage mit. Doch wegen der zunehmenden Omikron-Fälle rechne man dort in den kommenden Wochen mit mehr Patienten – und damit verbunden auch mit Personalausfällen. Ein Trend, welche Bevölkerungsgruppen aktuell überwiegend erkranken, sei nicht ersichtlich, aber absehbar: „Es ist wahrscheinlich, dass die Infektionen in den Risikogruppen zunehmen werden“, so die Sprecherin.

Langfristige Planungen sind schwierig, daher sei bereits zu Beginn der Pandemie im MKM ein interdisziplinärer Krisenstab eingerichtet worden. „Hier besprechen wir mehrmals die Woche die aktuelle Situation, um zeitnah und flexibel sofort reagieren und agieren zu können.“

Eine Anfrage an die Universitätsmedizin Mainz blieb bis Erscheinen des Artikels unbeantwortet.

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