Was ist an Fastnacht alles erlaubt?

Anders als sonst, aber immerhin mehr als im vergangenen Jahr: Wir erklären euch, was an Fastnacht alles möglich ist.

Was ist an Fastnacht alles erlaubt?

Noch eine Woche bis zum Höhepunkt der Mainzer Fastnacht – doch richtige Fastnachtsstimmung will noch nicht aufkommen. Denn in Mainz wurde nicht nur der Rosenmontagsumzug abgesagt, sondern auch alle größeren Außenveranstaltungen. Ursprünglich hatte der Mainzer Carneval-Verein (MCV) nach der Absage des Rosenmontagsumzugs noch Draußen-Feiern mit Zugangsbeschränkungen wie am 11.11. angekündigt, doch die damalige Landesverordnung machte auch das unmöglich (wir berichteten).

So wird es also wie 2021 weder einen Umzug, noch eine Feier am Schillerplatz oder einen Tanz auf der Lu geben. Also alles wie im vergangenen Jahr? Nicht ganz. Denn so trostlos wie 2021 (wir berichteten) muss es in diesem Jahr nicht werden.

Mehr möglich als 2021

Am Fastnachtswochenende 2021 gab es noch ein striktes Alkoholverbot im Freien. Kneipen, Bars und Clubs mussten geschlossen bleiben und in großen Teilen der Innenstadt musste man auch draußen eine Maske tragen. Im öffentlichen Raum durfte man sich nur mit Personen treffen, die zum eigenen Hausstand gehören sowie mit einer weiteren Person.

Das ist in diesem Jahr anders: Ein Alkoholverbot im Freien gibt es nicht, die Gastronomie ist offen und auch eine Maskenpflicht im Freien gehört der Vergangenheit an. Nur Clubs müssen noch bis zum 4. März (also nach Fastnacht) geschlossen bleiben. Bis zum heutigen Freitag (18. Februar) galten noch Kontaktbeschränkungen, doch die wurden für Geimpfte und Genesene aufgehoben. Für Veranstaltungen im privaten Raum wird nur „empfohlen, die Schutzmaßnahmen zu beachten, die für sonstige Veranstaltungen gelten“.

„Selbstverständlich sind Neuplanungen nun nicht mehr möglich“

Öffentliche Veranstaltungen im Freien wären theoretisch mit bis zu 10.000 Personen möglich. Doch offizielle Fastnachts-Veranstaltungen wird es nicht geben. Dafür war die Planungszeit viel zu kurz. MCV-Sprecher Bernd Funke sagt etwa: „Selbstverständlich sind Neuplanungen nun nicht mehr möglich.“ Unter anderem das Sicherheitskonzept müsse lange geplant werden. Doch Funke sagt auch: „Natürlich wird niemand eine Gruppe fastnachtsbegeisterter Menschen davon abhalten können, unter Einhaltung der Vorgaben der Landesregierung spontan zu feiern. Für Treffen dieser Art hat der MCV allerdings nicht die Verantwortung.“ Er gehe davon aus, dass die Fastnacht „auf irgendeine Weise gefeiert“ werde. Entscheidend dafür sei auch das Wetter.

Unabhängig davon sind die Kneipen und Bars in Mainz geöffnet. Getanzt werden darf dort allerdings nicht. Zwar wird das so nicht explizit in der aktuellen Verordnung geschrieben, da aber Clubs geschlossen sind, gilt das Tanzverbot entsprechend auch für Lokale. Zudem gibt es eine Maskenpflicht, die nur direkt am Platz entfällt. Einlass gibt es nur, bis jeder Platz besetzt ist. Die 2G-Plus-Regel gilt noch bis zum 4. März.

„Sitzfastnacht“ in den Kneipen

Die ersten Mainzer Kneipen haben auf ihren Social-Media-Kanälen Veranstaltungen zum Fastnachts-Wochenende angekündigt. Darunter die „Andau“, die nach dem Motto feiert: „Auch wenn’s ebbes närrisch wird, wir bleiben trotzdem vernünftig und schützen uns so gut als möglich.“ Der Einlass folge der Regel: „Wer do is, is do“. Die Kneipe „Domsgickl“ veranstaltet eine „Sitzfastnacht“ von Altweiber bis Rosenmontag und empfiehlt Reservierungen. Auch das „Eisgrub“ hat bereits Veranstaltungen angekündigt.

Ob schunkelnd in einer Kneipe oder mit einem Bier auf der Straße: Ein bisschen Fastnacht feiern ist also in diesem Jahr drin. Und ein Verkleidungsverbot gibt es in der Corona-Bekämpfungsverordnung auch nicht.

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