Warum Rheinland-Pfalz die Schulen nach den Pfingstferien noch nicht öffnet

Bundesweit starten die Grundschulen nach den Pfingstferien wieder mit dem Präsenzunterricht - außer Berlin bleibt nur Rheinland-Pfalz weiter im Wechselunterricht. Doch nun kehren die Schüler eine Woche früher als geplant zurück.

Warum Rheinland-Pfalz die Schulen nach den Pfingstferien noch nicht öffnet

Die Inzidenzzahlen sinken bundesweit, die Kinder kehren wieder in ihre Schulklassen zurück. Nur Rheinland-Pfalz bleibt, zusammen mit Berlin, die Ausnahme, wie eine Umfrage des Handelsblatts unter den Kultusministerien der Länder ergeben hatte. Hier ist weiterhin für eine Woche Wechselunterricht vorgesehen. Bildungsministerin Stefanie Hubig kündigte nun an, dass die Kinder somit eine Woche früher als ursprünglich geplant wieder live am Unterricht teilnehmen können.

„Mir war es immer wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Präsenz in die Schule gehen können“, sagte sie dazu dem SWR. Die Woche Wechselunterricht nach den Ferien sei notwendig, damit sich alles einstellen könne: „Wir müssen ja dann testen bei voller Präsenz, wir müssen einfach die Schule organisieren.“ Präsenzunterricht ist demnach ab dem 14. Juni geplant, und dann für alle Klassen- und Jahrgangsstufen und soweit die Sieben-Tage-Inzidenz in den jeweiligen kreisfreien Städten und Landkreisen unter 100 liegt.

In Rheinland-Pfalz ist die Sieben-Tage-Inzidenz stark gesunken, aktuell liegt sie laut Landesuntersuchungsamt bei 33 (Stand vom 1.6., 14:10 Uhr). Im Vergleich: Deutschlandweit beträgt sie aktuell 35 (Robert Koch-Institut vom 1. Juni).

„Bei voller Präsenz ist der Abstand nicht zu gewährleisten“ - ein Merkurist-Leser

Unter den Merkurist-Lesern gehen die Meinungen zum Präsenzunterricht in voller Klassenstärke auseinander: „In der Schule gelten doch auch strenge Regeln. Zum Beispiel zweimal die Woche Tests und Masken die komplette Zeit, außer bei Pausen und beim Essen. Singen und vieles Andere findet auch ewig schon nicht mehr statt“, sagt etwa Leserin Katharina Landini. Ein anderer Leser kontert: „Bei voller Präsenz ist der Abstand nicht zu gewährleisten, das heißt in vielen Fällen sind 30 Kinder oder Jugendliche in einer Klasse. Und in den Schulzentren kommen tausende Schülerinnen und Schüler morgens gleichzeitig an, vom ÖPNV ganz zu schweigen.“

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