Was bedeutet eigentlich Social Distancing?

Social Distancing und Quarantäne: Merkurist klärt auf, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und was Ihr beachten müsst.

Was bedeutet eigentlich Social Distancing?

Seit Beginn der Corona-Krise schwirren immer wieder zwei wichtige Begriffe durch den Raum. Doch was verbirgt sich genau hinter Social Distancing und Quarantäne? Merkurist erklärt, was es damit auf sich hat.

Social Distancing

Das Wirksamste, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, ist auf Distanz zu gehen. Deswegen wird zu „Social Distancing“, also sozialer Distanzierung, aufgerufen. Abstand zu anderen Menschen halten, Kontakte massiv einschränken, zu Hause bleiben und nur für die Arbeit, Besorgungen oder Arzttermine aus dem Haus gehen - das sind nur einige der Möglichkeiten.

Dazu trägt auch bei, dass die Bundes- und Landesregierungen verschärfte Schutzmaßnahmen eingeführt haben. Veranstaltungen sind abgesagt, fast alle Geschäfte sowie Freizeiteinrichtungen geschlossen und Spielplätze gesperrt. Wer draußen unterwegs ist, sollte Abstand halten, mindestens 1,5 bis 2 Meter. Auch die Hygieneregeln sollten strikt eingehalten werden. Tipps dazu findet Ihr hier.

Quarantäne

14 Tage häusliche Quarantäne sind in der Regel vorgesehen, wenn die Person beispielsweise ein positives Testergebnis erhalten hat, direkten Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte oder sie sich in einem der Risikogebiete aufgehalten hat. Angeordnet wird die Quarantäne vom Gesundheitsamt.

Konkret bedeutet das: zu Hause bleiben, Abstand zu anderen halten (mindestens 1,5 Meter), Händewaschen, gut lüften und Geschirr oder Wäsche nicht mit anderen Mitbewohnern oder Familienmitgliedern teilen. Wenn möglich, sollte die Person ein eigenes Badezimmer nutzen. Auch Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden. Familie, Freunde oder Nachbarn sollten den Betroffenen mit den nötigen Dingen versorgen. Einkäufe oder ähnliches sollten laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor der Tür abgestellt werden. Auch das Gassi gehen mit dem Hund oder Müll rausbringen sind in der Zeit der Quarantäne zu unterlassen.

Das Schwierigste für viele ist, mit der Isolation klar zu kommen. Hier kann es zu Schlafstörungen, Einsamkeit und Angstzuständen kommen. Dagegen helfen laut RKI Telefonate mit Angehörigen und Freunden oder auch Sport, um den Stress abzubauen. Aber auch Krisendienste oder das Seelsorgetelefon können in Anspruch genommen werden.

Ob Ihr selbst schon genug dafür tut, die Pandemie weiter einzudämmen, könnt Ihr auf der Webseite „Pandemic Footprint“ nachprüfen. Weitere Informationen zum Coronavirus und den Maßnahmen bekommt Ihr zum Beispiel hier. Außerdem spricht der Virologe Christian Drosten täglich im NDRinfo-Podcast über die neuesten Entwicklungen. (pk)

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