Neue Verordnung: Rheinland-Pfalz lockert und verschärft

Kontaktdaten, Schulen, Veranstaltungen: Ab dem 31. Januar gelten in Rheinland-Pfalz neue Corona-Regeln.

Neue Verordnung: Rheinland-Pfalz lockert und verschärft

Ab dem heutigen Montag (31. Januar) tritt in Rheinland-Pfalz die 30. Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft. Wir geben euch einen Überblick, was sich jetzt ändert.

Pflicht zur Kontakterfassung entfällt in vielen Bereichen

Die Pflicht zur Kontakterfassung gilt ab sofort nur noch für Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen. Wer ab jetzt beispielsweise in die Gastronomie, ins Hotel, ins Fitnessstudio oder zum Friseur geht, muss seine Daten nicht mehr hinterlegen. Das Land empfiehlt aber weiterhin, die QR-Code-Registrierung der Corona-Warn-App zu nutzen.

Das Land begründet die Lockerung mit der guten Booster-Quote in Rheinland-Pfalz. „Das ist deshalb möglich und vertretbar, da der Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger aufgrund der erfolgten Auffrischungsimpfung selbst als enger Kontaktperson keine Quarantäne mehr droht“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch.

2G- und 2G-Plus-Regeln gelten allerdings immer noch in Rheinland-Pfalz. Wer also ins Lokal oder Kino geht, muss nach wie vor seinen Impfnachweis parat haben.

Tests und Absonderung an Schulen

Zur Absonderung verpflichtet werden nur noch infizierte Schüler oder Lehrer. Der Rest der Lerngruppe testet sich an den folgenden fünf Schultagen täglich selbst. Die Zahl der anlasslosen Tests pro Woche wird in Schulen von zwei auf drei Tests erhöht.

Infektionen in Kitas

Tritt eine Infektion in Kindertagesstätten auf, müssen sich alle Kinder und Mitarbeiter der betroffenen Gruppe und Kohorte absondern. Die Quarantäne kann am Tag nach dem letzten Kontakt mit der infizierten Person mit negativem Schnelltest beendet werden, der von geschultem Personal durchgeführt wird.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Infizierte Beschäftigte in Krankhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe können die Absonderung nach dem siebten Tag beenden – mit einem negativem PoC-Antigentest, den geschultes Personal durchführt. Voraussetzung ist, dass die Infizierten zuvor 48 Stunden symptomfrei waren. Die bisherige Verpflichtung zu einem PCR-Test entfällt.

Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen entfällt das Kriterium der Überregionalität. Sowohl bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen als auch bei Veranstaltungen im Freien dürfen bis zu 1000 Personen teilnehmen. Veranstaltungen im Freien können wahlweise statt mit maximal 1000 Personen auch mit 20 Prozent der vorhandenen Platzkapazitäten (bei Veranstaltungsorten mit fester Bestuhlung) bzw. 20 Prozent der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl (bei Veranstaltungen ohne feste Bestuhlung) stattfinden.

Bei Demonstrationen sind Abstandsgebot und Maskenpflicht nun ausdrücklich vorgesehen.

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