Ministerpräsidentin Dreyer kündigt Lockerungen an

Drei Öffnungsschritte bis Anfang März

Ministerpräsidentin Dreyer kündigt Lockerungen an

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat am Mittwoch den „Corona-Fahrplan“ des Landes Rheinland-Pfalz vorgestellt. Demnach soll es in den nächsten Wochen größere Lockerungen geben.

Wie Dreyer sagte, soll Richtung Frühjahr in drei Schritten gelockert werden. In der nächsten Woche erwartet die Ministerpräsidentin einen allgemeinen Beschluss auf der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), durch den die 2G-Regel im Einzelhandel entfallen wird. Dann soll es ab nächstem Freitag (18. Februar) auch in Rheinland-Pfalz keine 2G-Kontrollen mehr in Geschäften geben. In fast allen Ländern wurde die Regel bereits abgeschafft, darunter in Hessen.

Ebenfalls ab 18. Februar sollen dann die bereits bei der letzten MPK beschlossenen Regeln für Großveranstaltungen gelten. Unter 2000 Zuschauern gibt es dann in Innenräumen keine Begrenzungen und Kontaktbeschränkungen mehr. Bei Veranstaltungen mit mehr als 2000 Zuschauern in Innenräumen ist eine Auslastung von bis zu 30 Prozent Belegung möglich. Dann dürfen bis zu 4000 Zuschauer kommen. Bei Außenveranstaltungen können die Plätze dann zu 50 Prozent beziehungsweise mit maximal 10.000 Zuschauern belegt werden.

Den nächsten Lockerungsschritte soll es dann am 4. März, also nach Fastnacht, geben. Dann werde die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie, Kultur und im Sport fallen. Es gilt aber nach wie vor eine 2G-Regel, das heißt, nur Geimpfte und Genesene haben Zugang. Zudem sollen dann Kontaktbeschränkungen für Geimpfte aufgehoben werden, die sich aktuell nur zu zehnt treffen dürfen. Auch hier strebt das Land eine bundeseinheitliche Regelung an. Am 7. März sollen dann wieder Clubs und Diskotheken mit 2G-Plus-Regel öffnen dürfen.

In den Schulen sollen noch zwei Wochen nach Ende der Winterferien die Regeln weiterlaufen, danach (14. März) soll bei sinkenden Infektionszahlen auch die Testfrequenz zurückgefahren werden. Schrittweise soll dann die Maskenpflicht am Platz wieder entfallen.

Dreyer begründet die Öffnungen damit, dass die Omikron-Welle Mitte Februar voraussichtlich ihren Höhepunkt überschreiten wird, die Infektionszahlen steigen bereits nicht mehr so dynamisch wie noch vor einigen Wochen. Zudem gebe es keinen großen Druck auf Intensivstationen. Allerdings sei die Lage in den Krankenhäusern noch angespannt, zudem fielen derzeit viele Mitarbeiter in den Krankenhäusern aus.

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