In Mainzer Clubs gilt wieder Maskenpflicht

Nach einigen Wochen mit halbwegs normalem Betrieb wurden die Corona-Regeln für Diskotheken und Clubs nun wieder verschärft. Die Rückkehr zur Maskenpflicht in Clubs bedeutet auch, dass für Betreiber nun wieder ungewisse Zeiten anstehen.

In Mainzer Clubs gilt wieder Maskenpflicht

Im September war für Clubs und Diskotheken das große Aufatmen angesagt. Damals lockerte die rheinland-pfälzische Landesregierung die Corona-Maßnahmen massiv. Unter Auflagen war für Geimpfte, Genesene und teilweise sogar Ungeimpfte die Party ohne Abstand und Maske im Club nach beinahe eineinhalb Jahren wieder möglich (wir berichteten). Inzwischen ist die Zeit der sorglosen Feiern jedoch wieder vorbei. Seit vergangenen Mittwoch (24. November) gilt in Clubs wieder die Maskenpflicht.

Wie ein Sprecher des Landes-Gesundheitsministeriums gegenüber Merkurist bestätigt, betrifft das auch Clubs, die nur geimpfte oder genesene Gäste zulassen (2G-Regel). Selbst wenn diese sich vor dem Club-Besuch testen lassen würden, kämen sie nun nicht mehr an der Maskenpflicht vorbei. Der Sprecher des Ministeriums erklärt weiter, dass die Corona-Situation derzeit ernst und dynamisch sei. „Wir müssen die vierte Welle brechen und deshalb gilt seit dieser Woche in Rheinland-Pfalz flächendeckend 2G in Innenräumen und, dass überall dort, wo es eng wird, Maske getragen werden muss, da wir angesichts der hohen Infektionszahlen und den Hospitalisierungen feststellen müssen, dass auch geimpfte Menschen sich infizieren können.“

Clubs müssen sich umstellen

Für viele Clubbetreiber ist das der nächste schwere Schlag. Denn ein lukrativer Betrieb ist aus ihrer Sicht mit Maskenpflicht und Abstandsgebot so gut wie unmöglich. Wieland Wittmeier, Betreiber des Clubs „Caveau“, erklärte am Mittwoch frustriert auf Facebook: „Der Ministerrat von Rheinland Pfalz hat gestern getagt und Ausnahmen für Clubs und Discotheken abgelehnt[…] Aber Club mit Maske geht in unseren Augen nicht.“ Er will im Caveau nun auf einen Barbetrieb umsteigen, um wenigstens irgendwie über die Runden zu kommen. Jedoch scheint der Frust bei Wittmeier tief zu sitzen. So schreibt er weiter: „Wieder sind wir Schuld. Hab keine Ahnung warum.“

Auch das Mainzer Kulturzentrum (KUZ) teilte inzwischen mit, dass wegen der neuen Corona-Bestimmungen alle Partys bis zum Jahresende abgesagt seien. Die Dorett Bar hat außerdem mitgeteilt, dass sie vorerst schließen wird.

Andere Clubs wie das „Red Cat“ oder das „Schon Schön“ haben bis zur Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht erklärt, ihren Betrieb einstellen oder abändern zu wollen.

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