Klage gegen Maskenpflicht am Mainzer Rheinufer

Entscheidung in der nächsten Woche

Klage gegen Maskenpflicht am Mainzer Rheinufer

Die Mainzer Anwältin Jessica Hamed hat am Dienstag beim Mainzer Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht am Mainzer Rheinufer gestellt. Wie der SWR mitteilt, werde das Gericht in der kommenden Woche entscheiden.

Die Anwältin hält die neue Verordnung für rechtswidrig. Eine Maskenpflicht im Freien sei eine Gängelung, die nichts bewirke, so Hamed gegenüber dem SWR. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass unter Joggern keine Infektionsgefahr bestehe.

Die Entscheidung des Mainzer Verwaltungsgerichts bezieht sich zunächst nur auf die Maskenpflicht für die Mainzer Anwältin, die selbst am Rheinufer joggen geht. Hamed hofft aber, dass die Stadt die Maskenpflicht am Rheinufer generell rückgängig macht, wenn ihrem Eilantrag stattgegeben wird, so der SWR.

Auch Aerosol-Experte hält nichts von Maskenpflicht im Freien

Wie Merkurist berichtete, hält auch der Physiker und Aerosol-Experte Dr. Gerhard Scheuch nichts von einer Maskenpflicht im Freien. „Eine Maskenpflicht am Rheinufer bringt keinen Vorteil, hat aber möglicherweise einen gegenteiligen Effekt.“ Wolle man die Pandemie effektiv bekämpfen, müsse man nämlich dafür sorgen, dass sich die Menschen draußen aufhalten und nicht in Innenräumen. Eine Maskenpflicht im Freien könne dafür sorgen, dass die Menschen seltener rausgehen. Scheuch schätzt, dass 99,9 Prozent der Ansteckungen in Innenräumen stattfänden.

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