Übersicht: Diese Regeln gelten in Mainz

Über alle Maßnahmen in der Corona-Krise eine Übersicht zu behalten, ist gar nicht so einfach. Deswegen haben wir alle Regelungen noch einmal zusammengefasst.

Übersicht: Diese Regeln gelten in Mainz

Beschlüsse der Bundesregierung, des Landes Rheinland-Pfalz und weitere Maßnahmen der Stadt Mainz: Bei den aktuell geltenden Corona-Regelungen kann man sehr schnell den Überblick verlieren. Einmal ist von einer Begrenzung von 10 Personen auf privaten Feiern die Rede, mal von 20 und dann kommt auch noch das Wort „oder“ ins Spiel. Dabei ist häufig nicht klar, welche der Regelungen nun für die Mainzer gelten.

Was gilt wo?

Bei den vielen unterschiedlichen Informationen kann man schnell durcheinander kommen. Häufig ist nicht deutlich, was nun wo gilt. Gelten die Beschlüsse, die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgestellt hat, oder das, was Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erklärte, oder doch das, was Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) bekannt gab? Die Antwort darauf ist eigentlich ganz simpel: Die Beschlüsse, die die Kanzlerin gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder vorstellt, werden in jedem Bundesland einzeln umgesetzt. Hierbei spielen auch immer die aktuelle Situation und die Fallzahlen eine Rolle.

So sah beispielsweise der Beschluss der Bundesregierung eine Begrenzung der Personenzahl auf privaten Feiern (ab 7-Tages-Inzidenz von 50) von maximal 10 Personen aus maximal 2 Hausständen vor. In Rheinland-Pfalz wurde dies dann mit folgender Regelung umgesetzt: Private Feiern im öffentlichen Raum werden begrenzt auf 10 Teilnehmer oder zwei Hausstände, eine dringende Empfehlung der Begrenzung der Teilnehmer auf 10 Personen wird für Feiern im privaten Raum ausgesprochen.

Und nun zur Stadt Mainz: Hier gilt grundsätzlich die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz (aktuell 11. CoBeLVO). Die Stadt kann aber auf Grundlage des Warn- und Aktionsplans gesonderte Maßnahmen beschließen, die dann in einer Allgemeinverfügung geregelt werden. Weil der Inzidenzwert in der Stadt schon zu Beginn der Woche immer über 50 (pro 100.000 Einwohner/7 Tage) lag, hat die Verwaltung bereits am Montag (12. Oktober) mit Maßnahmen reagiert. Diese gelten für die Stadt Mainz, die wegen der steigenden Infektionszahlen als Risikogebiet gilt.

Diese Maßnahmen gelten in Mainz

  • Veranstaltungen im Freien (ohne fest zugeordnete Sitzplätze mit Kontaktnachverfolgung) sind nur noch mit bis zu 250 gleichzeitig anwesenden Personen zulässig. Das betrifft beispielsweise auch die Fußballspiele des FSV Mainz 05, der am Samstag (17. Oktober) im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen antritt.

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (ohne fest zugeordnete Sitzplätze mit Kontaktnachverfolgung) sind nur noch mit bis zu 50 gleichzeitig anwesenden Personen zulässig.

  • Privatveranstaltungen, zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstage, sind nur noch mit bis zu 20 gleichzeitig anwesenden Personen auch in angemieteten / zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen zulässig.

  • Alkoholverkaufsverbot: Gaststätten, zum Beispiel Restaurants, Kneipen, Straußwirtschaften, Kantinen, Hotelrestaurants und -bars, Eisdielen und -cafés, ist es an jedem Wochentag untersagt, in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr alkoholhaltige Getränke auszuschenken oder zum Außerhaus-Verzehr abzugeben. Gleiches gilt für Tankstellen, Kioske, Einzelhandelsgeschäfte und Supermärkte. Auch diesen ist es untersagt, an jedem Wochentag in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr alkoholhaltige Getränke zu verkaufen und abzugeben.

  • Die Öffnungszeiten der gastronomische Einrichtungen werden an jedem Wochentag auf den Zeitraum von 6 bis 23 Uhr begrenzt. Der Verzehr von Speisen oder Getränken erfolgt ausschließlich an Tischen. Bar- und Thekenbereich können für den Verkauf und die Abgabe von Speisen und Getränken geöffnet werden; für den Verbleib von Gästen sind diese Bereiche jedoch geschlossen. Eine freie Platzwahl durch die Gäste ist nicht zulässig. An einem Tisch dürfen höchsten fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder die Angehörigen zweier Hausstände sitzen. Gastronomische Betriebe dürfen keine Buffets anbieten.

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum darf nur mit maximal fünf Personen oder zwei Hausständen erfolgen.

  • Sport im Freien ist mit maximal 20 Personen in festen Kleingruppen erlaubt. Kontaktsport sowie Wettkampfsimulationen sind nicht zulässig, Zuschauer ebenfalls nicht (Ausnahmen gelten für den Profisport). Duschen und nicht räumlich getrennte Umkleiden dürfen nur von einer Person zeitgleich genutzt werden.

  • Sport im Innenbereich ist nur noch mit maximal fünf Personen in festen Kleingruppen erlaubt, kein Kontaktsport, keine Wettkampfsimulation, keine Zuschauer (Ausnahmen gelten für den Profisport). Duschen und nicht räumlich getrennte Umkleiden dürfen nur von einer Person zeitgleich genutzt werden.

  • Für Fitnessstudios gilt: Gruppenkurse mit maximal fünf Personen sind zugelassen bei getrennten Duschen und Umkleiden. Tanzsport: Gruppenkurse maximal mit sechs Personen, getrennte Duschen und Umkleiden.

  • Bei der Nutzung von Hallenbädern gilt die Personenbegrenzung mit der Maßgabe, dass die Zahl der zeitgleich anwesenden Personen auf eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufs- oder Besucherfläche begrenzt wird. Duschen und nicht räumlich getrennte Umkleiden dürfen nur von einer Person zeitgleich genutzt werden.

  • Wellnessangebote / Saunabetrieb: Die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen ist auf eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufs- oder Besucherfläche begrenzt.

  • Spielbanken, Spielhallen, Wettbüros sowie Internetcafés und ähnlichen Einrichtungen: Die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen wird auf eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufs- oder Besucherfläche begrenzt. Die Öffnungszeiten werden auf den Zeitraum von 6 bis 23 Uhr beschränkt. Bordelle und Prostitutionsbetriebe bleiben grundsätzlich geschlossen. Die Durchführung von jeglicher Form des Prostitutionsgewerbes wird wieder untersagt.

  • Beim Besuch von Kirchen und Gottesdiensten von Religions- oder Glaubensgemeinschaften oder deren Versammlungen gilt die Maskenpflicht auch am Platz. Diese gilt ebenfalls in öffentlichen und gewerblichen Kultureinrichtungen, insbesondere Kinos, Theater, Konzerthäuser, Kleinkunstbühnen und ähnlichen Einrichtungen. Auch in der öffentlichen Erwachsenenbildung, beruflichen Bildung oder Weiterbildung und in privaten Bildungseinrichtungen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht zu tragen.

  • In Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen wird die Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen auf eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufs- oder Besucherfläche begrenzt.

  • Messen, Floh- und Trödelmärkte sowie andere Spezialmärkte sind untersagt. Dies gilt nicht für Wochenmärkte.

Diese Allgemeinverfügung gilt vorerst bis Montag, 26. Oktober.

Diese Maßnahmen gelten im Kreis Mainz-Bingen

Im Landkreis Mainz-Bingen gilt seit Freitag, 16. Oktober, die Gefahrenstufe Orange. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner lag mehrere Tage über der Grenze von 35. Die Kreisverwaltung hat deshalb neue Maßnahmen bekannt gegeben, die ab Sonntag, 18. Oktober, 0 Uhr, in Kraft treten:

  • Die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern wird reduziert. 25 Personen dürfen an privaten Feiern teilnehmen, wenn sie in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumen geplant sind. In privaten Räumen sind nur 15 Personen erlaubt, in beiden Fällen ist die Beachtung der Hygiene- und Schutzregeln verpflichtend.

  • Weiterhin gilt laut Allgemeinverfügung zwischen 0 und 6 Uhr ein Verkaufsverbot für Alkohol: „Verkaufsstätten und ähnliche Einrichtungen, insbesondere Tankstellen, Kioske, Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten ist es untersagt, an jedem Wochentag in der Zeit von 0 bis 6 Uhr alkoholhaltige Getränke abzugeben.“

  • Außerdem wird eine ergänzende Maskenpflicht vorgeschrieben, die auf Märkten, auf dem Landesgartenschaugelände in Bingen und überall dort gilt, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen. Dort muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Keinen Handlungsbedarf sieht die Task-Force vorerst beim Vereinssport. Die Hallen des Landkreises dürfen in der bisher üblichen Art und Weise genutzt werden. Auch bei den Sportarten gibt es keine Einschränkungen. Die Allgemeinverfügung gilt von Sonntag, 18. Oktober, 0 Uhr, zunächst bis Sonntag, 1. November. (df)

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