So haben sich Feuerwehr und Polizei vorbereitet

Auf neue Arbeitsbedingungen müssen sich während der Covid-19-Pandemie alle Berufsgruppen einstellen. Doch wie läuft das bei Feuerwehr und Polizei ab?

So haben sich Feuerwehr und Polizei vorbereitet

Die Corona-Krise verändert den Alltag an vielen Stellen und sorgt für neue Herausforderungen - auch bei der Polizei und bei der Feuerwehr. Wie begegnet man hier der Pandemie?

Bei der Feuerwehr Mainz habe man sich gut auf die aktuelle Lage eingestellt, sagt Pressesprecher Marc André Glöckner. Die Kräfte seien auf Einsätze vorbereitet worden, bei denen sie möglicherweise auch Kontakt zu Infizierten haben könnten. „Je nach Bedarf und Einsatz werden entsprechende Schutzausrüstungen vorgehalten und eingesetzt.“

Die Feuerwehr habe außerdem zahlreiche Maßnahmen getroffen, um personell immer gut aufgestellt zu sein, so Glöckner. „Hierzu zählen außer den allgemeinen Hygienemaßnahmen auch ein sehr strenges Kontaktpersonenmanagement, das über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinausgeht.“ Dritte dürften derzeit die Feuerwachen nicht betreten. „Frühzeitig wurden die Besichtigungen der Feuerwachen und die Brandschutzerziehungen für Kinder und Jugendliche abgesagt.“

Außerdem werden die unterschiedlichen Personalgruppen in den Wachabteilungen der Berufsfeuerwehr so weit wie möglich räumlich voneinander getrennt. „Zudem wurden Nebentätigkeiten sowie Ehrenämter vorübergehend untersagt, um die Kontakte so gering wie möglich zu halten“, sagt Glöckner. Die elf Freiwilligen Feuerwehren haben zur Kontaktminimierung sämtliche Feuerwehrtätigkeiten außerhalb des reinen Einsatzdienstes abgesagt. So finden derzeit auch keine Übungen statt. „Alle weiteren Treffen, wie zum Beispiel die Treffen der Jugend- und Kinderfeuerwehren, sind ebenfalls abgesagt.“

Polizisten haben Schutzmasken und Handschuhe dabei

Auch bei der Polizei Mainz hat man sich vorbereitet. „Auch wenn zurzeit weniger Unfälle geschehen oder weniger Menschen unterwegs sind, wollen wir deutlich sichtbarer und verstärkt unterwegs sein“, sagt Polizeisprecher Rinaldo Roberto. Die Einsatzkräfte halten den gegebenen Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter ein und führen ausreichend FFP3-Schutzmasken und Handschuhe mit sich.

Die Polizeibeamten seien zudem umfassend über das Coronavirus informiert worden, dazu gehören zum Beispiel auch Verhaltensregeln zur Verhinderung der Übertragung. Der eigene Schutz habe hier oberste Priorität, so Roberto. Außerdem: „Auf manchen Dienststellen sind die Arbeitszeiten etwas umgestellt worden, um eine ständig gleich hohe Präsenz zu gewährleisten.“ (pk)

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