Mainzer Gastronomen kochen für Corona-Helden

Während der Corona-Krise gründen sich derzeit in Mainz Hilfsprojekte in den verschiedensten Bereichen. Zwei davon sind „Essen für Helden“ und „Kochen für Helden Mainz“. Was deren Ziele sind, erfahrt Ihr hier.

Mainzer Gastronomen kochen für Corona-Helden

Den hart arbeitenden Menschen in systemrelevanten Berufen etwas zurückgeben und einfach „Danke“ sagen: Das haben sich die beiden neu gegründeten Initiativen „Kochen für Helden Mainz“ und „Essen für Helden“ zur Aufgabe gemacht. Zu der Zielgruppe zählen Pfleger, Ärzte, Supermarkt-Personal, Apotheker und viele weitere Berufsgruppen. Sie erhalten ab jetzt kostenlos Mahlzeiten von Mainzer Gastronomie-Betrieben.

„Kochen für Helden Mainz“

Die Mainzerinnen Rebecca Reinhard und Verena Schmitt hatten die Idee, sich bei denen die „den Laden in Zeiten der Krise zusammenhalten“ erkenntlich zu zeigen: in Form eines guten Essens. Nach kurzer Recherche merkten sie, dass bereits eine Bewegung mit diesem Ziel existiert, die ursprünglich in Berlin gestartet wurde. „Kochen für Helden“ ist mittlerweile in einigen deutschen Städten vertreten. Nach kurzer Rücksprache mit dem Gründer der Berliner Initiative ging dann der Mainzer Ableger des Projekts an den Start. Reinhard und Schmitt leiten das Projekt ehrenamtlich neben ihren Jobs bei „Luups“ und „Für Freunde“.

So funktioniert’s

Mainzer Gastronomie-Betriebe können sich freiwillig melden, um bei der Initiative mitzuhelfen. Entweder in ihren eigenen Küchen oder in der Küche der Eventlocation „Für Freunde“ kochen die Gastronomen Mahlzeiten, die anschließend unter strenger Einhaltung aller Hygienevorschriften an einen Betrieb geliefert werden. „Welchem Betrieb sie etwas Gutes tun wollen, entscheiden erstmal die Gastronomen selbst“, erklärt Initiatorin Rebecca Reinhard. „Später wird es voraussichtlich auch möglich sein, dass systemrelevante Betriebe sich selbst auf unserer Webseite bewerben können.“

Auch Gastronomen und Köche, die gerne mitmachen möchten, können sich über die Webseite melden. „Im Moment haben wir schon einige Mainzer Gastro-Betriebe wie zum Beispiel N'Eis, Das Nest, Cremina, an o ban und Da Vito mit im Boot“, erzählt Reinhard. Zutaten und Lebensmittel stellen Gastronomen, Bäckereien, Metzgereien und Großlieferanten zur Verfügung - auf Spendenbasis.Die erste Auslieferung von Mahlzeiten fand am heutigen Mittwoch statt: Mitarbeiter der Uniklinik Mainz wurden mit Essen versorgt. Dieses wurde von den Köchen Frank Brunswig, Frank Schirmacher und Philipp Stein in der „Für Freunde“-Küche zubereitet.

„Essen für Helden“

Einen ähnlichen, aber nicht komplett gleichen Ansatz verfolgt die Initiative „Essen für Helden“. Die Mission lautet: „Wir bringen erschöpfte Ärzte und auftragslose Gastronomen zusammen.“ Initiator Hardy Trenschok erklärt: „Die kommenden Wochen werden für medizinisches Personal immer härter. Gleichzeitig kämpfen Gastronomie-Betriebe in der Mainzer Innenstadt ums Überleben und erleiden heftige finanzielle Einbußen.“ Über die Webseite können Privatpersonen Geld spenden, das dann verwendet wird, um Gastronomen und Caterer zu bezahlen. Diese bereiten Mahlzeiten zu, die an Ärzte und Pflegepersonal geliefert werden.

Auch bei „Essen für Helden“ können sich Gastronomen und interessierte Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser über die Webseite melden. Trenschok leitet die Initiative ehrenamtlich neben seiner Tätigkeit als Unternehmensberater. Er erklärt: „Es ist uns ein Anliegen, den Pflegern und Medizinern Dankbarkeit und Respekt entgegenzubringen. Gleichzeitig können wir durch die Unterstützung der Gastronomen die Innenstadt vor dem Aussterben retten.“ Besonders stolz sei er auch darüber, dass die Initiative Oberbürgermeister Michael Ebling als Schirmherrn für das Projekt gewinnen konnte. Die erste Essenslieferung geht kommende Woche an die Kinder-Intensivstation der Uniklinik.

Weitere Infos zu den beiden Initiativen findet Ihr hier und hier. (rk)

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