Mainzer Band „Hanne Kah“ gründet Kulturportal für Künstler

Gemeinsam durch die Krise: Das haben sich auch die Mitglieder der Mainzer Band „Hanne Kah“ gedacht. Mit ihrem neuen Projekt wollen sie anderen Künstlern eine Plattform bieten.

Mainzer Band „Hanne Kah“ gründet Kulturportal für Künstler

Für viele Künstler sieht der Alltag in der Corona-Zeit ganz anders aus als sonst: Konzerte und Auftritte wurden abgesagt, man darf sich nicht treffen und das gemeinsame Musik machen ist häufig nur über einen Video-Call möglich. Die Mainzer Band „Hanne Kah“ hat sich jetzt etwas überlegt, wie sie die Zeit für alle Kulturschaffenden schöner machen wollen und haben ein Portal gestartet: Mit „Culture-Y“ wollen sie Künstlern eine Plattform bieten. Wir haben mit ihnen über das neue Projekt gesprochen.

Eine Community schaffen

„Gemeinschaftlich, bunt, laut“, so beschreibt Patrick, Mitgründer der Band Hanne Kah, das neue Projekt. Gemeinsam mit seinen Bandkollegen hat er das Projekt auf die Beine gestellt. „Als klar wurde, dass wir in den nächsten Wochen erstmal keine Konzerte spielen können, haben wir Videos und Content für die sozialen Medien produziert. Dabei kam uns die Idee - warum macht man sowas nicht für alle?“, sagt Patrick. Dahinter steckt die Überlegung, dass viele Künstler gerade Live-Streams anbieten, es aber doch einfacher wäre, wenn man dafür ein Dachportal bieten würde - das soll „Culture-Y, das Kulturportal für Mainz“ sein.

„Wir sind am vergangenen Mittwoch mit der Seite an den Start gegangen. Wir bekommen seitdem viele Einsendungen bekommen und das Feedback der Künstler ist bisher durchweg positiv“, erzählt Patrick. Doch wie funktioniert die Plattform? Patrick erklärt: „Künstler und Kulturschaffende können uns Videos an unsere Mailadresse schicken und wir veröffentlichen sie dann auf dem Portal. Aber das Wichtigste ist, man muss kein Künstler sein, um uns etwas zu schicken, auch andere Videos finden bei uns Platz.“ Bisher findet man auf dem Portal nicht nur Videos von Künstlern, sondern auch kurze Ansprachen von Oberbürgermeister Michael Ebling und Kulturdezernentin Marianne Grosse. „Wir haben das Projekt der Stadt schon vor einigen Wochen vorgestellt und auch da war man von der Idee überzeugt.“

„Wir nutzen gerade unsere ganze freie Zeit für das Portal. Und das ist auch gut, dann hat man was zu tun“, sagt Patrick. Für die Zukunft des Portals hat die Band auch schon einen Wunsch: „Wir hoffen, dass das Portal bunt gefüllt ist mit vielen kreativen Beiträgen. Es wäre toll, wenn sich daraus dann eine richtige Community entwickeln würde.“

Videos können unter der Mailadresse (hello@hannekah.com) der Band eingesendet werden. (nl)

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