Mainzer Altstadt: Gastronomen schreiben offenen Brief

Die Corona-Krise hat Mainzer Gastronomen in diesem Jahr schon vor große Herausforderungen gestellt. Doch die Krise ist noch nicht vorbei. Deshalb haben sich Gastronomen der Mainzer Altstadt zusammengeschlossen und einen offenen Brief verfasst.

Mainzer Altstadt: Gastronomen schreiben offenen Brief

Klare Konzepte und Genehmigungen - das fordern Gastronomen aus der Mainzer Altstadt in ihrem offenen Brief. Diesen haben sie an die Stadt Mainz und damit an Oberbürgermeister Michael Ebling, aber auch Vertreter der Wirtschaft und an das Land Rheinland-Pfalz gerichtet.

Hilfe für die kalten Wintermonate

„Die kalte Jahreszeit beginnt und unsere Betriebe stehen erneut vor einer nie dagewesenen, ungewissen Zeit“, schreiben die Altstadt-Gastronomen in ihrem offenen Brief. Sie haben in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Citymanager Dominique Liggins die Initiative „Altstadtgastronomie gegen Corona“ gegründet. Gemeinsam wollen sie nun darauf aufmerksam machen, wie sehr die Hilfe auch weiterhin gebraucht wird.

Denn: „Die Corona-Krise hat die Gastronomen vor bis dato ungeahnte Herausforderungen gestellt. Herausforderungen, denen wir uns nicht zuletzt dank ihrer Unterstützung stellen konnten. Durch monetäre Soforthilfen des Bundes, Sondergenehmigungen für Terrassenbereiche und ausgearbeitete Hygienekonzepte war es uns möglich, einen Teil der erheblichen Verluste durch die „Lockdown Phase“ wieder auszugleichen. Doch jetzt benötigen wir erneut ihre Hilfe.“

„Die Mainzer Gastronomie ist anders. Sie ist gesellig, vielseitig und lebendiger als Anderorts.“ - Altstadtgastronomie

Ihre Forderungen haben sie klar formuliert. Dabei sollen es vor allem Konzepte und Genehmigungen sein, die den Gastronomen über die schwierigen Monate helfen könnten: „Um den Fortbestand unserer Betriebe zu sichern, unsere Mitarbeiter weiter entlohnen zu können und unsere Existenzen zu erhalten, brauchen wir klare Konzepte und Genehmigungen für die Wintermonate.“

Diese sollen Regelungen beinhalten, die es den Gastronomen möglich machen, den Außenbereich auch nach dem 31.12.2020 nutzen zu können. „Wie in anderen Bundesländern benötigen wir die Erlaubnis, Plexiglaswände als Spuckschutz in dem Innenbereich aufstellen, die die Abstandsregeln von 1,5 Metern außer Kraft setzen.“

Forderungen im Detail:

  • Scherenzelte im einheitlichen Look, als Überdachung für die Außenterrassen

  • Gegenstände, die den Gästen Wärme spenden

  • Plexiglaswände

  • HEPA-Luftfilter

  • Heizelemente

Von ihrem offenen Brief erhoffen sich die Gastronomen, ihre Betriebe auch in den kommenden Monaten sichern zu können. Die Mainzer Gastronomie zu erhalten, das haben sie sich zum Ziel gesetzt: „Die Mainzer Gastronomie ist anders. Sie ist gesellig, vielseitig und lebendiger als Anderorts. Hier sitz der Mainzer neben dem Kölner, die Dresdnerin neben der Mainzerin.“ Die Geselligkeit sei das, was die Gastronomie der Altstadt ausmache. Und genau das könnte durch weitere Konzepte erhalten werden. „Unsere Restaurants, Bars und Kneipen leben genau von dieser beschriebenen Geselligkeit.“

Deswegen bitten die Gastronomen die Politik: „Helfen sie uns nun, unsere Gaststätten zu erhalten und den Mainzerinnen und Mainzern auch während dieser Krise ein Gefühl von Heimat zu geben.“ Unterschrieben haben den offenen Brief 19 Gastronomen und Citymanager Dominique Liggins. (ms)

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