Kontaktverbot - was bedeutet das eigentlich konkret?

Sonnen am Rheinufer, Picknick im Volkspark - viele wollen das schöne Wetter rund um die Feiertage draußen genießen. Doch während der Corona-Krise gelten dafür besondere Regeln.

Kontaktverbot - was bedeutet das eigentlich konkret?

Mehr als 20 Grad, Sonne und ein wenig Wind - die Tage rund um Ostern versprechen schönes, frühlingshaftes Wetter. Da dürfte es viele an den Rhein oder in die Parks ziehen, am liebsten mit Familie und Freunden. Doch in Zeiten der Corona-Krise gilt nach wie vor der Appell: „Stay at Home“ - „Bleibt zu Hause!“ Um das Ansteckungsrisiko zu mindern, haben Bund und Länder eine Reihe von Bestimmungen erlassen - darunter auch ein sogenanntes Kontaktverbot. Doch was bedeutet das eigentlich?

Seit dem 24. März dürfen sich Menschen nur alleine oder zu zweit draußen aufhalten. Ausgenommen von dieser Regelung sind Angehörige aus dem gemeinsamen Haushalt (zum Beispiel Lebensgefährte, Ehepartner oder Kinder). Bedeutet: Alleine oder mit einem Freund, Bekannten oder Kollegen zu zweit spazieren zu gehen ist erlaubt, mit einer Gruppe ab drei Menschen, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammen, hingegen nicht. In der Öffentlichkeit muss zudem, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Auch Sport ist weiterhin erlaubt. Für Kinder gelten diese Regelungen ebenfalls, wenn sie sich zum Beispiel mit Freunden draußen treffen.

Ist das Picknick am Rheinufer erlaubt?

Wer beispielsweise an den Ostertagen ein Picknick am Rheinufer veranstalten oder sich einfach im Park auf eine Decke legen möchte, kann dies allein, mit einer weiteren Person oder mit Angehörigen aus dem eigenen Haushalt tun - immer unter Wahrung des Mindestabstands. Weiterhin draußen aufhalten darf sich, wer auf dem Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung oder zur Pflege eines Angehörigen ist, einkaufen will, Arzt-Termine wahrnimmt sowie an Prüfungen oder Sitzungen teilnimmt.

Eine Regelung für die eigene Wohnung haben Bund und Länder nicht explizit genannt. Auch hier gilt aber: Soziale Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert werden. Und: Große Feiern mit vielen Menschen sind auch hier nicht erlaubt.

Ordnungsamt und Polizei kontrollieren regelmäßig, ob sich die Menschen an die Bestimmungen halten. Wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. So kann ein Bußgeld von 200 Euro für Zusammenkünfte mit mehr als zwei Personen fällig werden. Wer den Mindestabstand nicht einhält, muss 100 Euro zahlen.

Das Kontaktverbot gilt mindestens bis Sonntag, 19. April. Weitere Informationen dazu findet Ihr hier. (mo)

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