Grippeschutzimpfung: „Hohe Impfquote bei Risikogruppen essenziell“

26 Millionen Dosen in Deutschland zur Verfügung

Grippeschutzimpfung: „Hohe Impfquote bei Risikogruppen essenziell“

Nicht nur die Infektion mit dem Coronavirus droht derzeit, mit sinkenden Temperaturen rückt auch die Grippe- und Erkältungswelle näher. Deswegen weist die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) darauf hin, dass eine Impfung gegen Influenza gerade bei Risikogruppen nun wichtig sei.

„Im Oktober und November ist der ideale Zeitpunkt für eine Impfung, um rechtzeitig vor der nächsten Grippewelle geschützt zu sein. Gerade während der Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen essenziell, um schwere Influenza-Verläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden“, so Bätzing-Lichtenthäler. Die Influenza-Impfung werde von Personen ab einem Alter von 60 Jahren noch immer unzureichend in Anspruch genommen. Das Ziel auf EU-Ebene einer 75-prozentigen Impfquote unter allen älteren Menschen sei in Deutschland bisher nicht erreicht worden.

In diesem Jahr werden laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt 26 Millionen Dosen Influenza-Impfstoff verfügbar sein. Insbesondere die Personen, die zu den Risikogruppen gehören, sollen die Möglichkeit zur Impfung wahrnehmen, sagt Bätzing-Lichtenthäler. Da die Gruppen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben, bei Influenza und Covid-19 sehr ähnlich sind, komme dem Impfschutz gegen Grippe in der Zeit der Corona-Pandemie, eine besondere Bedeutung zu, sagt Dr. Günther Mattheis, Präsident der Landesärztekammer. „Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. So wird der Einzelne vor Krankheit und das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt.“

Menschen ab dem 60. Lebensjahr wird laut Gesundheitsministerium geraten, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Auch Personen, die aufgrund ihres Berufes (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet und sollten sich daher jährlich impfen lassen. In diesen Fällen dient die Impfung nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Schutz von im selben Haushalt lebenden oder betreuten Personen. Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission die Grippeschutzimpfung auch für Schwangere und Personen mit einem chronischen Grundleiden, da diese insbesondere ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. (mo)

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